Der Konstanzer Batteriespeicherhersteller RCT Power GmbH hat Insolvenzantrag gestellt. Das zuständige Amtsgericht Konstanz bestellte daraufhin am 14. September 2026 den Sanierungsexperten Jan Markus Plathner, Rechtsanwalt bei der Wirtschaftskanzlei Brinkmann & Partner, als vorläufigen Insolvenzverwalter. Antragstellerin war die Geschäftsführerin Pei-Fen Hsiso, die erst wenige Monate zuvor die Unternehmensführung übernommen hatte. Als Grund wurde Zahlungsfähigkeit und Überschuldung genannt.
Das im Jahr 2015 gegründete Unternehmen verzeichnete nach stetig steigenden Umsätzen in den Jahren 2019 bis 2023 im Jahr 2024 erstmals einen Verlust. Laut der Plattform Northdata belief sich der Jahresfehlbetrag des Unternehmens auf rund 3,3 Millionen Euro. Ein Jahresabschluss für das Jahr 2025 liegt nicht vor.
Nach Auskunft von Christoph Enkler, Rechtsanwalt und Partner bei der Kanzlei Brinkmann & Partner, der das Verfahren mitbetreut, sind 26 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen betroffen. Der Insolvenzgeldzeitraum umfasst die Monate September bis November 2026. »Das gibt uns etwas Luft, um eine Anschlusslösung zu finden«, so Enkler.
Nach einer ersten Einschätzung besitzt RCT Power mit den Batteriespeichern »ein recht gutes Produkt«. Dies wird auch von der HTW Berlin bestätigt, in deren Stromspeicher-Inspektion 2026 RCT-Geräte erneut auf den Spitzenplätzen zu finden waren. Enkler bestätigt, dass derzeit mögliche Auslieferungen geprüft werden. Die Lagerbestände seien zwar hoch, jedoch fehlten teils Komponenten, um die Speicher fertigzustellen.
RCT Power hat seine Batteriespeicher in China fertigen lassen; die Patente und das Know-how liegen nach aktueller Einschätzung jedoch in Deutschland. Nun werden Investoren gesucht, die den Betrieb fortführen wollen. Interessenten sind aufgefordert sich bei der Kanzlei des Insolvenzverwalter zu melden.
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