Das Münchner Start-up Invertix hat in einer Pre-Seed-Finanzierungsrunde 1,7 Millionen Euro eingesammelt. Dies gab die Venture-Capital-Gesellschaft Vireo Ventures bekannt, die die Runde anführte.
Das in diesem Jahr gegründete Unternehmen verwaltet eigenen Angaben zufolge bereits mehr als 1,8 Gigawatt an Solarleistung mithilfe autonomer KI-Agenten, die von Invertix als »KI-Mitarbeiter« bezeichnet werden. Diese übernehmen operative, analytische und Compliance-Aufgaben, die alternativ manuell erledigt werden müssten. Die Systeme lassen sich direkt in SCADA-, CMMS-, ERP- sowie Energie- und Wetterdatenplattformen integrieren und ermöglichen laut Invertix eine vollständige Implementierung innerhalb von etwa 60 Tagen nach Vertragsunterzeichnung.
»Wir entwickeln KI nicht, um Menschen zu ersetzen. Wir entwickeln sie, um eine Lücke zu schließen, die die Energiewende bereits jetzt bremst«, so Joseph Perrotta, Mitbegründer und CEO von Invertix. »Europa nimmt Solar-, Wind- und Speicheranlagen schneller in Betrieb, als es die für deren Betrieb benötigten Ingenieure einstellen und ausbilden kann. Es mangelt an qualifizierten Fachkräften für den Betrieb, und die Arbeitslast auf den bereits vorhandenen Teams wächst immer weiter. Die KI-Mitarbeiter von Invertix übernehmen die sich wiederholenden betrieblichen Aufgaben, sodass sich menschliche Experten auf die Entscheidungen konzentrieren können, die sie tatsächlich erfordern.«
Das neue Kapital soll dazu dienen, die technologische Entwicklung der Plattform voranzutreiben, das Team zu vergrößern und die geschäftliche Präsenz des Unternehmens in ganz Europa zu stärken, so Vireo Ventures. Zudem plant Invertix, den Einsatz seiner KI-Lösungen über den Bereich Solarenergie hinaus auf Windkraft, Batteriespeicher und den Netzbetrieb auszuweiten.
© PHOTON


