Die Next2Sun AG muss Ende dieser Woche Insolvenz anmelden, sofern die am 24. August gestartete Aktienemission in Höhe von fünf Millionen Euro nicht in »ausreichender« Höhe gezeichnet wird. Dies bestätigte eine Sprecherin des Unternehmens gegenüber PHOTON. Stand letzten Freitag waren 500.000 Euro gezeichnet.
Der Pionier vertikaler PV-Anlagen hat deshalb am Freitag einen Hilferuf auf seinen Social-Media-Kanälen veröffentlicht, um noch weitere Investoren zu finden. Das Problem liege nicht an fehlenden Projekten – die Pipeline beträgt laut Next2Sun 300 Megawatt – oder mangelnder Wirtschaftlichkeit. Problematisch seien vielmehr die Belastungen des Geschäftsjahres 2025 durch die nicht genehmigte Agri-PV-Förderung sowie die aktuell große Zurückhaltung von Investoren und Banken bei Projekten im Bereich der erneuerbaren Energien. »Institutionelle Finanzierungen sind im derzeitigen Marktumfeld nicht zugänglich«, heißt es in einer Unternehmensmitteilung. »Daher richtet sich Next2Sun nun gezielt an private Investoren, denen eine effiziente und schneller Energiewende am Herzen liegt.« Die Mindestzeichnungssumme beträgt 600 Euro. Die eingeworbenen Mittel werden nur angenommen, wenn ein Finanzierungsvolumen erreicht wird, das eine »unternehmerisch sinnvolle Entwicklung gewährleistet«.
Der Konzernabschluss für das Jahr 2025 liegt noch nicht vor. Auf Anfrage von PHOTON teilte eine Sprecherin mit, dass die Next2Sun-Gruppe gegenüber 2024 einen deutlichen Einbruch in Gesamtleistung und Ergebnis verzeichnete.
Von der Insolvenz wären neben der Next2Sun AG voraussichtlich auch mindestens zwei weitere der insgesamt fünf Tochtergesellschaften betroffen, teilt das Unternehmen mit. Die Projektgesellschaften sind nicht betroffen.
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