IEA: Photovoltaik trug 2025 erstmals am stärksten zum Wachstum des weltweiten Energieangebots bei

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Die globale Energienachfrage wuchs im Jahr 2025 um 1,3 Prozent und damit etwas langsamer als im Vorjahr. Zugleich stieg der Stromverbrauch mit rund drei Prozent weiterhin deutlich schneller. Dies geht aus dem heute veröffentlichten »Global Energy Review« der Internationalen Energieagentur (IEA) hervor. Demnach trug Solarenergie mit mehr als 25 Prozent erstmals am stärksten zum Wachstum des globalen Energieangebots bei. An zweiter Stelle folgte Erdgas mit 17 Prozent. Insgesamt deckten erneuerbare Energien und Kernenergie laut Report fast 60 Prozent des gesamten Wachstums der Energienachfrage. Die Stromerzeugung aus diesen Quellen überstieg das gesamte Wachstum des Strombedarfs.

Im Jahr 2025 stieg der weltweite jährliche Zubau aller erneuerbaren Energien um 16 Prozent auf 800 Gigawatt. Damit stellten die erneuerbaren Energien laut IEA im 23. Jahr in Folge neue Ausbaurekorde auf. Photovoltaik machte mit mehr als drei Vierteln den Großteil der weltweit neu installierten Kapazitäten im Bereich der erneuerbaren Energien aus, gefolgt von Windenergie mit 20 Prozent. Der verbleibende Anteil entfiel auf Wasserkraft, Bioenergie, Geothermie, konzentrierte Solarenergie und Meeresenergie.

Die neu installierte Photovoltaikleistung stieg 2025 um rund zwölf Prozent auf 605 Gigawatt, wovon allein 370 Gigawatt in China installiert wurden. 30 Länder installierten innerhalb eines Jahres mehr als ein Gigawatt Photovoltaikleistung – fast doppelt so viel wie 2020.

Laut IEA betrug die Ende 2025 insgesamt installierte PV-Leistung rund 2.800 GW, wodurch die Photovoltaik zur Technologie mit der weltweit höchsten installierten Leistung wurde. Und zwar aller Kraftwerktechnologien.

Während das starke Wachstum der erneuerbaren Energien den Kohleverbrauch in der Stromerzeugung in China reduzierte, nahm die Kohlenachfrage in den USA aufgrund hoher Erdgaspreise und der damit einhergehenden Umstellung von Gas auf Kohle in der Stromerzeugung zu. Insgesamt verlangsamte sich das Wachstum der globalen energiebedingten CO₂-Emissionen im Jahr 2025 auf einen Anstieg um etwa 0,4 Prozent. Laut Bericht sanken Chinas Emissionen im Jahr 2025, was auf den starken Ausbau erneuerbarer Energien und anderer emissionsarmer Technologien zurückzuführen sei. Indiens energiebedingte CO₂-Emissionen stagnierten – die Auswirkungen der Corona-Pandemie ausgenommen – erstmals seit den 1970er-Jahren. Im Gegensatz dazu trieb ein besonders kalter Winter in den Industrieländern den Verbrauch fossiler Brennstoffe und die Emissionen in die Höhe. Zusammengenommen führten diese Entwicklungen dazu, dass die Emissionen der Industrieländer (+0,5 Prozent) erstmals seit den 1990er-Jahren schneller wuchsen als die der Schwellen- und Entwicklungsländer (+0,3 Prozent).

»Die weltweite Energienachfrage stieg 2025 vor dem Hintergrund komplexer wirtschaftlicher und geopolitischer Gegebenheiten weiter an. Ein Trend war dabei unverkennbar: die zunehmende Elektrifizierung der Volkswirtschaften«, sagte IEA-Exekutivdirektor Fatih Birol.

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