Die französischen Greentech-Unternehmen HoloSolis und GravitHy erhalten eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 100 Millionen Euro durch den US-amerikanischen Hygiene- und Wasserspezialisten Ecolab. Dies teilte Ecolab mit. Ziel ist der Aufbau strategischer Industriepartnerschaften, um wasser- und energieintensive Industrien bei ihrem Übergang zu nachhaltigen Modellen zu unterstützen.
GravitHy hat seinen Sitz in Fos-sur-Mer, einem historischen Industriegebiet, das derzeit einen tiefgreifenden Wandel durchläuft. Das Unternehmen strebt an, mithilfe eines wasserstoffbasierten Direktreduktionsverfahrens jährlich zwei Millionen Tonnen kohlenstoffarmes Eisen zu produzieren. Der Standort soll 2030 den Betrieb aufnehmen.
HoloSolis plant eine der größten Fabriken Europas für Solarzellen und -module. Im September des vergangenen Jahres haben der chinesische Solarkonzern Trinasolar und HoloSolis eine Patentlizenzvereinbarung unterzeichnet, die HoloSolis zur Nutzung der TOPCon-Solarzellentechnologie von Trinasolar berechtigt. Laut Trinasolar gewährt das Abkommen HoloSolis das Lizenzvertragsrecht für das weltweit anerkannte TOPCon-Patentportfolio von Trinasolar in Europa. In der geplanten HoloSolis-Fertigungsstätte im ostfranzösischen Hambach (Département Moselle) sollen fünf Gigawatt Solarmodule pro Jahr produziert werden. Die Inbetriebnahme des Standorts ist für 2028 geplant.
»Europa braucht eine Industrie, die stark, wettbewerbsfähig und dekarbonisiert ist. Durch Investitionen in GravitHy und HoloSolis stehen wir an der Seite der Akteure, die das industrielle Modell Europas neu erfinden. Genau das ist unsere Mission: zu zeigen, dass wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und Nachhaltigkeit keine gegensätzlichen Ziele sind, sondern die beiden Säulen einer widerstandsfähigen, zukunftsfähigen Industrie«, so Christophe Beck, Präsident und Chief Executive Officer von Ecolab.
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