Katharina Dröge, Fraktionsvorsitzende Bündnis 90 / Die Grünen im Bundestag, hat in »Bild am Sonntag« einen »Aktionsplan gegen den Hitze-Hammer« vorgestellt. Deutschland brauche ein »Abkühl-Sofortprogramm«, um Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Kitas und Schulen zu klimatisieren. Darin fordert Dröge neben mehr baulichen Beschattungsmöglichkeiten wie Jalousien und kühlender Fassadenbegrünung »vor allem volles Tempo beim Ausbau von Klimaanlagen in Verbindung mit Solaranlagen«. Damit vollziehen die Grünen eine Kehrtwende von ihrer bisherigen eher ablehnenden Haltung gegenüber Klimaanlagen – so erlaubt beispielsweise das von den Grünen mitverantwortete Hamburger Klimaschutzgesetz Klimaanlagen nur, wenn passive bauliche Maßnahmen zur Gebäudekühlung nicht ausreichen – hin zu einer Priorisierung.
Dröge stellt nun klar: »Der Solarboom, den wir in Deutschland und weltweit gerade erleben, ist bei der Nachrüstung von Kühlung und Klimatisierung eine riesige Hilfe.« Überall da, wo eine Klimaanlage nachgerüstet werde, soll gleich auch eine Photovoltaikanlage aufs Dach kommen. »Wir schlagen ein neues Förderprogramm für ‚Klima-Solar-Anlagen‘ vor. Denn die Kombination aus Solaranlagen auf dem Dach und Klimaanlagen im Gebäude ist die sinnvollste: Die Hitze untertags geht mit hoher Sonneneinstrahlung und damit besonders viel Solarertrag einher.« Der Solarstrom werde effizient genutzt, die Betriebskosten für die Klimatisierung geringgehalten und die Stromnetze entlastet. »Es ist dringend an der Zeit, dass die Regierung handelt. Für den Schutz älterer Menschen und Kinder«, so Dröge weiter. Das »Abkühl-Sofortprogramm« soll aus den 500-Milliarden-Sondervermögen zum Ausbau der Infrastruktur finanziert werden.
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