Die GridParity AG aus Dachau hat ihren Tracker für Agri-PV-Anlagen überarbeitet. Der neue AgriPV-Tracker HD140 ist laut Unternehmensangaben nun für Standorte bis Windlastzone 4 mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 108 Stundenkilometern geeignet. Das System verträgt zudem Windspitzen bis 150 Stundenkilometer. Dies wurde durch einen spezialisierten Prüfstatiker bestätigt.
Bei dem neuen Tracker hat GridParity die zentrale Welle des Systems um 36 Prozent vergrößert und um 66 Prozent stärker dimensioniert als bei Standardausführungen. Auch Motoren und Lager wurden größer dimensioniert. Die Modulbefestigungen wurden neu konstruiert und sind extralang. »Die in der Praxis meist benutzten kurzen Halteprofile erfüllten nicht die statischen Vorgaben. Diese verursachen bei Sturm immer wieder zu Schäden, wenn Module knicken oder sogar zerstört werden – Kosten, die Versicherungen in der Regel nicht ersetzen«, so Erich Merkle von GridParity.
Anlass für die Überarbeitung sei die Zunahme von Extremwetterereignissen, so Merkle. Die Norm DIN EN 1991-1-4 definiert für die statische Berechnung von PV-Trackern die Windlastzonen in Deutschland. Dies sei aber nicht ausreichend, da die immer häufiger vorkommenden extremen Wetterverhältnisse durch einen sogenannten Böenaufschlag berücksichtigt werden müssten.
Die Kosten des neuen Trackers liegen rund zehn Prozent höher als bei herkömmlichen Trackern, so Merkle. GridParity gibt als Einsatzgebiete Küstenregionen, Inseln und Standorte mit extremen Wetterlagen an.
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