Der Investorenprozess für die beiden deutschen Standorte des Schweizer Solarherstellers Meyer Burger hat zu keinem Ergebnis geführt. Da das Insolvenzgeld nur bis Ende August gezahlt wurde, haben die beiden Insolvenzverwalter Lucas F. Flöther und Reinhard Klose den Geschäftsbetrieb der Meyer Burger (Germany) GmbH in Hohenstein-Ernstthal (bei Chemnitz) sowie der Solarzellenproduktion der Meyer Burger (Industries) GmbH in Bitterfeld-Wolfen und Hohenstein-Ernstthal am 1. September eingestellt. Mit Ausnahme kleinerer Abwicklungsteams wurden alle Mitarbeiter freigestellt beziehungsweise gekündigt, teilen die Insolvenzverwalter mit. Bei der Meyer Burger (Germany) GmbH wurden 206 Beschäftigte freigestellt, 62 Mitarbeiter werden jedoch zunächst weiterbeschäftigt, um die Insolvenzverwalter bei den Abwicklungsaufgaben zu unterstützen. Bei der Meyer Burger (Industries) GmbH mussten 271 Beschäftigte gekündigt werden, davon gehören 38 dem Abwicklungsteam an. Beschäftigte mit Sonderkündigungsschutz sind davon ausgenommen; ihnen wird gekündigt, sobald die zuständige Fachbehörde ihre Zustimmung erteilt hat.
Zwar würden immer noch Gespräche mit möglichen Investoren geführt. Ob diese jedoch zu einem Ergebnis führen, sei völlig offen. Trotzdem bestehe weiterhin die Möglichkeit, dass sich neue Interessenten bei den Insolvenzverwaltern melden. »Wir sind offen für zusätzliche Angebote von Investoren und bereit, erneut Verhandlungen aufzunehmen«, sagte Flöther, Insolvenzverwalter der Meyer Burger (Germany) GmbH. »Allerdings gibt es dafür zurzeit keine Anzeichen. Die Solarbranche in Deutschland und Europa befindet sich nach wie vor in einer höchst schwierigen wirtschaftlichen Lage.«
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