FZ Jülich beziffert »reales Agri-PV-Potenzial« auf ein bis zwei Prozent aller landwirtschaftlichen Flächen in Deutschland

Forschungszentrum Jülich
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Ein internationales Forschungsteam, an dem das Forschungszentrum Jülich beteiligt ist, hat den aktuellen Stand der weltweiten Agri-PV-Forschung zusammengetragen. Der Beitrag wurde in Nature Reviews Technology veröffentlicht. Darin werden Berechnungen des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE zitiert, nach denen circa zehn Prozent der landwirtschaftlichen Flächen in Deutschland grundsätzlich technisch für Agri-PV geeignet sind. Aus Sicht der Mitautoren Onno Muller und Matthias Meier-Grüll vom »Jülicher Institut für Bio- und Geowissenschaften – Pflanzenforschung« liegt das »reale Potenzial« jedoch weitaus niedriger. Hierzu zählen die Autoren Flächen, auf denen Agri-PV ökologische Vorteile bringt und gleichzeitig die Erträge stabilisiert. Dies träfe dann noch auf circa ein bis zwei Prozent aller landwirtschaftlichen Flächen in Deutschland zu – ausreichend für eine installierte Agri-PV-Leistung von 170 bis 340 Gigawatt.

Derzeit kommt Agri-PV nach Recherchen der Autoren vor allem in Ländern mit hohen Strompreisen zum Einsatz. Besonders gut für Agri-PV geeignet seien die Mittelmeerregionen aufgrund einer Kombination aus hoher Sonneneinstrahlung und geeigneten Anbaubedingungen. In Westeuropa hingegen seien die Bedingungen komplexer, da viele Kulturen mehr Licht benötigen und die Sonneneinstrahlung insgesamt geringer ist. Umso wichtiger sei es laut Muller und Meier-Grüll, das jeweilige Anlagendesign an die lokalen Bedingungen anzupassen, beispielsweise durch die richtige Höhe der Module, passende Reihenabstände oder die gezielte Auswahl von Kulturen, die mit teilweiser Beschattung gut zurechtkommen.

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