Der kalifornische Hersteller Caelux hat den ersten Auftrag für seine mit Perowskit beschichteten Gläser abgeschlossen. Die »Active Glass«-Technologie ermöglicht es Modulherstellern, das Frontglas durch ein Glas mit Perowskitzellen zu ersetzen und so ein Tandemmodul mit höherem Wirkungsgrad zu produzieren. Auftragnehmer ist ein nicht genannter amerikanischer Solarentwickler. Die Tandemmodule mit Perowskit-Gläsern seien von einem »renommierten Hersteller von Silizium-Modulen« entwickelt worden.
»Wir freuen uns sehr, mit der Auslieferung unserer Technologie zu beginnen und damit den Weg für den Übergang von Silizium- zu Tandemmodulen zu ebnen. Unser Team hat hart daran gearbeitet, diesen wichtigen Meilenstein nicht nur für Caelux, sondern auch für die gesamte Solarbranche zu erreichen«, sagte Scott Graybeal, CEO von Caelux.
Mit der Caelux-Technologie ausgestattete Tandem-Solarmodule ermöglichen laut Firmenangaben eine um bis zu 30 Prozent höhere Leistungsdichte, eine um 20 Prozent höhere Energieproduktion und bis zu 20 Prozent niedrigere Projektkosten.
Caelux verwendet eine passiv verbundene Architektur mit vier Anschlüssen, bei der die Siliziumzellen und die Perowskitzellen parallelgeschaltet sind. Die Verschaltung erfolgt innerhalb des Moduls oder der Anschlussdose, sodass das Modul wie gewohnt nur zwei Anschlüsse besitzt, betont Caelux.
Für Modulhersteller, die ihre Standardmodule mit Perowskitgläsern von Caelux zu Tandemmodulen erweitern möchten, sind demnach nur wenige Prozessänderungen bei der Modulmontage erforderlich. Die Solargläser seien mit fast allen heutigen kristallinen Silizium-Solarzellen kompatibel.
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