Für ihren FAZ-Gastbeitrag erntet Bundeswirtschaftsministerin Reiche viel Widerspruch

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In einem Gastbeitrag für die FAZ hat Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche die bisherige Energiepolitik scharf kritisiert. In dem am 7. April auf FAZ Online (hinter der Paywall) und im Anschluss auf Reiches LinkedIn-Account veröffentlichten Beitrag fordert sie »Schluss mit der Selbsttäuschung in der Energiepolitik«. Dabei operiert Reiche mit falschen Zahlen, um ihre Energiepolitik zu rechtfertigen. Das bleibt nicht unwidersprochen.

Im Netz kursieren inzwischen zahlreiche kompetente Faktenchecks. So weist beispielsweise Jörg Sutter von der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) in seinem Beitrag »Falsche Zahlen, falsche Behauptungen, falsche Schlussfolgerungen« darauf hin, dass Reiche zum wiederholten Male mit denselben falschen Zahlen hantiert. Sutter schreibt: »Als hätte sie die Kritik von vielen Seiten der letzten Wochen und Monate überhaupt nicht wahrgenommen, stellt sie nachweislich erneut Falschbehauptungen auf, um damit ihren angestrebten Energiekurs zu rechtfertigen.«

Der Faktencheck-Blog »Volksverpetzer« bezeichnet Reiches Beitrag als »methodisch durchkomponiertes Desinformationsdokument«. Reiche verwende nur teilweise korrekte Einzelzahlen, binde sie in falsche Kontexte ein, verschweige Gegenrechnungen, die ihre Schlüsse entkräften würden, und nutze die Kosten der Energiewende als Anklage, während sie die weit höheren Kosten der fossilen Abhängigkeit konsequent ausblende. Der Volksverpetzer“ schreibt: »Der FAZ-Gastbeitrag ist kein Ausrutscher, sondern Teil eines Musters. Reiche nutzt echte Kosten der Energiewende, deren Zahlen sie aber systematisch aufbläht oder falsch zuordnet, als Argument für eine Politik, die fossile Infrastruktur stützt und den EE-Ausbau verlangsamt. Sie überschreibt das mit ‚Schluss mit der Selbsttäuschung‘. Man wünscht sich viel eher, die Ministerin würde die Täuschung unterlassen.«

Einen besonders ausführlichen und gut belegten Faktencheck hat auch der Journalist und Energieexperte Malte Kreutzfeldt auf Bluesky veröffentlicht, auf den sich auch Volksverpetzer bezieht. Die SPD-Abgeordnete Nina Scheer hat zudem einen Folgebeitrag auf FAZ Online veröffentlicht, in dem sie die von Reiche an der Energiewende geäußerte Kritik scharf zurückweist. Reiche ziehe die deutschen Klimaziele »ins Lächerliche«, kenne die Fakten nicht und verzögere Gesetzesvorlagen.

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Reiches Gastbeitrag in der FAZ auf LinkedIn
DGS Faktencheck
Volksverpetzer Faktencheck
Faktencheck Malte Kreutzfeld auf Bluesky

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