Wissenschaftliche Erkenntnisse zu Wärmepumpen sammeln, evaluieren und für unterschiedliche Zielgruppen verständlich aufbereiten – das ist das Ziel von »Heat Pumps Watch«. Das Spin-Off des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg um Wissenschaftler Marek Miara möchte Fachleuten, Politik und auch Hausbesitzern, die vor der Umstellung ihres Heizungssystems stehen, Orientierung rund um das Thema Wärmepumpen geben. Heat Pumps Watch ist eine Non-Profit-Organisation, ihr erstes Projekt wird durch die Stiftung Klimaneutralität finanziert.
»In zwanzig Jahren als Wissenschaftler, Manager und Dozent ist mir mehr und mehr klar geworden, dass die Hürden der Wärmewende weniger technischer Natur sind. Das größte Hindernis ist ein Mangel an Vertrauen in die Technologie Wärmepumpe. Dem möchten wir durch leicht zugängliche Informationen Abhilfe verschaffen,« erklärt Marek Miara seine Motivation für die Gründung der Organisation.
Miara ist seit 2003 als Wissenschaftler am Fraunhofer ISE tätig und dort eng mit der Wärmepumpen-Forschung verknüpft. In den letzten Jahren richtete sich sein Fokus dort bereits auf die Kommunikation der Projektergebnisse, unter anderem im Rahmen einer Blogserie. Die Ausgründung ermöglicht es Miara, diese Arbeit zu intensivieren und über die Forschungsergebnisse des Fraunhofer ISE hinweg auf alle Forschung zu Wärmepumpen auszuweiten.
Die erste Initiative der Organisation ist eine 18-teilige Serie zu den häufigsten Fragen zu Wärmepumpen. Darin wird die Faktenlage zu unterschiedlichsten Aspekten erläutert, von Wärmepumpen in Bestandsgebäuden hin zu Möglichkeiten der KI-Integration. Beim jüngsten Beitrag »10 wissenschaftlich widerlegte Mythen«, der gestern online gegangen ist, handelt es sich um einen Faktencheck zu Wärmepumpen, bei dem gängige Vorbehalte auf ihren Ursprung und Wahrheitsgehalt untersucht werden.
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