Frankreich senkt Ausbauziel für Photovoltaik und setzt verstärkt auf Kernkraft

Photovoltaik
© Rolf Schulten / PHOTON

Die französische Regierung hat ihre Energiestrategie für den Zeitraum 2026–2035 bekannt gegeben. Im dritten Energieplanungsgesetz (Programmation Pluriannuelle de l’Energie, PPE 3) werden die Ausbaupläne für Wind- und Solarleistung deutlich reduziert, während die Atomkraft eine größere Rolle im Strommix spielen soll. Das Gesetz prognostiziert den französischen Strombedarf und regelt unter anderem die Ausschreibungen für Wind- und Solaranlagen.

Demnach soll die CO₂-freie Stromerzeugung bis 2035 auf 650 bis 693 TWh gesteigert werden, während der Verbrauch fossiler Energien im selben Zeitraum auf etwa 330 TWh gesenkt werden soll. Im Jahr 2023 beliefen sich diese Werte noch auf 458 bzw. 900 TWh. »Dieser Kurs wird es ermöglichen, die Struktur des Energieverbrauchs des Landes umzukehren, mit 60 Prozent dekarbonisierter Energie ab 2030 und 70 Prozent im Jahr 2035«, heißt es in einer Mitteilung der Regierung.

Die für 2035 angestrebte Gesamtleistung für Wind- und Solaranlagen liegt nun zwischen 105 und 135 Gigawatt (GW) und damit deutlich unter der in früheren Entwürfen genannten Spanne von 133 bis 163 GW. Besonders deutlich wurde die Solarleistung gekürzt: Während frühere Entwürfe von 75 bis 100 GW Solarleistung im Jahr 2035 ausgingen, nennt das jetzt beschlossene Energieplanungsgesetz nur noch 55 bis 80 GW. Für das Jahr 2030 ist ein Zwischenziel von 48 GW vorgesehen. Die Regierung gibt die Ende 2025 installierte PV-Leistung mit 30 GW an.

Die für 2035 angestrebte Leistung von Windkraftanlagen an Land wurde von 45 GW auf 35 bis 40 GW reduziert (Stand 2025: 24 GW), die Leistung von Offshore-Windparks von 18 auf 15 GW. Die geringeren Ausbauziele für erneuerbare Energien werden mit einer langsamer als erwartet steigenden Stromnachfrage begründet.

Andererseits enthält das Gesetz Pläne zur Wiederbelebung der Kernenergie. Geplant sind der Bau von sechs EPR2-Reaktoren, die ab 2038 in Betrieb genommen werden sollen, sowie eine Option für acht weitere EPR2-Reaktoren. Darüber hinaus sind die Konsolidierung und Verlängerung der Laufzeit der 57 bestehenden Reaktoren vorgesehen, ebenso wie die Optimierung des Kraftwerksparks mit dem Ziel einer Produktion von 380 TWh ab 2030.

© PHOTON

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