»Forum EnShare« will praktische Probleme beim heute gestarteten »Energy Sharing« angehen

Future Energy Lab
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Das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) sieht beim heute gestarteten »Energy Sharing« noch praktische Probleme, etwa aufgrund von Unklarheiten bei der Abrechnung. »Energy Sharing« erlaubt es Haushalten, Kommunen, kleineren Unternehmen und Vereinen, ihren selbst erzeugten Solar- oder Windstrom über das öffentliche Stromnetz mit anderen in ihrer Region zu teilen. Ein Haushalt mit Solaranlage kann seinen überschüssigen Strom beispielsweise an einen Nachbarhaushalt verkaufen oder eine Bürgerenergiegenossenschaft kann den Strom aus ihrem Windpark den eigenen Mitgliedern zur Verfügung stellen.

»Die Gesetzesnovelle schafft ganz neue Möglichkeiten: Wer Strom teilt, gilt nun nicht mehr automatisch als Energieversorger – und wird damit von zentralen Lieferantenpflichten befreit«, sagt Lisa Strippchen, Projektleiterin und Seniorexpertin für Stromerzeugung bei der Dena. »Dies ist eine Voraussetzung dafür, dass Energy Sharing überhaupt in die Umsetzung kommt.“

Technische Voraussetzungen für Abrechnung von Sharing-Strom fehlen jedoch meist noch, so Astrid Aretz vom IÖW, Co-Leiterin des Projekts »Forum EnShare«: »Diejenigen, die den geteilten Strom beziehen – die Letztverbraucher – decken damit nur einen Teil ihres Bedarfs und erhalten den Reststrom von einem gewöhnlichen Stromlieferanten. Weil aber vor allem die Bundesnetzagentur noch klarstellen muss, nach welchem Verfahren der Strom zugeordnet und abgerechnet werden kann, wird sich die Umsetzung von Energy Sharing verzögern.« Das Projekt »Forum EnShare« des Future Energy Labs der Deutschen Energieagentur (Dena) und IÖW will im Dialog mit Praxisakteuren zur Klärung dieser und weiterer offener Fragen beitragen.

»Für Verbraucherinnen und Verbraucher ist entscheidend, dass die Umsetzung transparent und niedrigschwellig erfolgt, etwa durch Musterverträge und leicht zugängliche Informationsangebote«, betont Beiratsmitglied Henning Herbst von der Verbraucherzentrale Bundesverband e. V. In diesem Sinne stellt das Projekt etwa Infografiken und eine FAQ-Seite bereit. Interessierte können sich für den Newsletter anmelden, um keine Projektergebnisse zu verpassen.

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