Ein Forscherteam der Heriot-Watt-Universität in Schottland hat zusammen mit Forschern aus China und Indien eine Anti-Schmutz-Beschichtung für Solarmodule entwickelt, die ohne die sogenannten Ewigkeitschemikalien (PFAS) auskommt. Die Ergebnisse wurden jetzt in der Fachzeitschrift »Colloids and Surfaces A: Physiochemical and Engineering Aspects« veröffentlicht.
Die stark wasserabweisende Beschichtung besteht demnach aus einer dünnen Klebstoffgrundierung und hydrophoben Siliziumdioxid-Nanopartikeln, die sich beim Aushärten des Materials festsetzen. Die dadurch erzeugte mikroskopische Rauheit fängt Luft an der Oberfläche ein, sodass Wasser abperlt und Schmutz mit sich nimmt. Darüber hinaus zeigen Bewertungen der mechanischen und umwelttechnischen Stabilität, dass die Beschichtungen ihre Eigenschaften gegenüber mechanischem Abrieb, Haftfähigkeit, alkalischen und sauren Lösungen sowie Witterungseinflüssen im Freien beibehalten.
»Unser nächster Schwerpunkt ist die Erprobung der Beschichtung auf Modulen unter extremen Wetterbedingungen, vom schottischen Winter mit niedrigen Temperaturen und Niederschlägen bis hin zu Wüstenbedingungen in Dubai«, berichtet Sudhagar Pitchaimuthu, stellvertretender Direktor für Energiematerialien und -technologie am Forschungszentrum für Kohlenstofflösungen der Heriot-Watt-Universität. Er geht davon aus, binnen fünf Jahren ein marktreifes Produkt zu entwickeln.
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