Wie eine Berechnung von Finanztip zeigt, würde der vollständige Wegfall der Einspeisevergütung für Photovoltaikanlagen die Wirtschaftlichkeit von Solaranlagen auf Einfamilienhäusern erheblich verschlechtern. Demnach verlängert sich für einen Haushalt mit niedrigem Stromverbrauch die Zeit, bis sich eine Anlage mit Stromspeicher amortisiert, von 17 auf über 31 Jahre. Für viele Haushalte würde sich die Investition somit deutlich später als bislang rechnen. »Bei niedrigen Verbräuchen dauert es doppelt so lange, bis die Anlage sich bezahlt gemacht hat – oder es klappt gar nicht mehr«, heißt es in einer Mitteilung des Geldratgebers.
»Ohne Einspeisevergütung lohnt sich eine PV-Anlage vor allem noch mit Stromspeicher und bei hohem Eigenverbrauch«, so Benjamin Weigl, Energieexperte bei Finanztip. »In diesen Fällen kann ein Großteil des erzeugten Stroms direkt im Haushalt genutzt werden. Das spart hohe Stromkosten, sodass der Wegfall der Vergütung weniger ins Gewicht fällt. Selbst dann sind jedoch günstige Anschaffungskosten wichtig, wie wir sie in unseren Berechnungen unterstellt haben.«
Demnach amortisiert sich eine typische 10-kW-Anlage mit 10-kWh-Stromspeicher in einem Beispielhaushalt mit einem jährlichen Stromverbrauch von 8.000 kWh (Haushalt, Wärmepumpe, E-Auto) derzeit in rund 13 Jahren. Ohne Einspeisevergütung verlängert sich diese Zeit auf über 17 Jahre. Die Amortisation einer Anlage ohne Speicher würde sich sogar von 11,6 auf mehr als 23 Jahre verlängern – und damit mehr als verdoppeln.
Bei einem Stromverbrauch von nur 3.000 kWh erhöht sich die Wirtschaftlichkeitsdauer derselben Anlage mit Speicher von 17 auf über 31 Jahre. Ohne Speicher amortisiert sich die PV-Anlage bei Wegfall der Einspeisevergütung gar nicht mehr.
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