Der Großhändler EWS aus Handewitt hat die Zubauzahlen für den Monat Juni analysiert. Demnach zeigt die Marktentwicklung eine zweigeteilte Bilanz: »Zwar stabilisieren größer werdende Freilandprojekte nahezu den Rückgang des Gesamtzubaus, aber mit Blick auf die Anzahl installierter Anlagen verdeutlicht der Halbjahresvergleich den massiven Einbruch, vor allem im Aufdachbereich«. Inklusive erwarteter Nachmeldungen werde der Juni voraussichtlich das Ergebnis des Vormonats erreichen, aber auch hier bleibe die Nachfrage in den Segmenten bis 750 kW spürbar hinter den Vorjahren zurück. Über alle Größenklassen hinweg seien 2026 bislang rund 388.000 Anlagen registriert worden. »Das sind 18 Prozent weniger als im Vorjahr und sogar knapp ein Drittel weniger als 2024.«
Trotz des schwierigen Marktumfelds gebe es auch positive Signale für das PV-Handwerk. Eine Studie des Europäischen Solarmonitors zeige, dass lokale und regionale Photovoltaik-Installationsbetriebe weiterhin eine dominante Rolle im Markt spielen. »Die vielfach diskutierte Übermacht großer Anbieter bestätigt sich demnach nicht. Selbst die größten Unternehmen erreichen vergleichsweise geringe Marktanteile, die Mehrheit der Anlagen wird weiterhin von regionalen Solar-Profis geplant und installiert“, so EWS.
Für das Solarfachhandwerk biete die Auf- und Nachrüstung bestehender PV-Anlagen mit Batteriespeichern, Energiemanagement und Ladeinfrastruktur zurzeit wichtige Umsatzpotenziale. »Die anhaltend unsicheren politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen bremsen jedoch eine weitere Investitionsbereitschaft vieler Marktteilnehmer und erschweren eine nachhaltige Marktentwicklung«, heißt von EWS.
© PHOTON


