Europa könnte bis 2050 mit koordinierter Netzplanung bis zu 750 Milliarden Euro sparen

Fraunhofer-Modell
© iStock.com/kflGALORE

Europäische Länder können die Kosten ihres Energiesystems zwischen 2030 und 2050 um mehr als 560 Milliarden Euro senken, wenn sie ihre Infrastrukturplanungen optimieren. Unter Berücksichtigung der Einsparungen durch vermiedene Reservekraftwerke sind es sogar 750 Milliarden Euro. Zu diesem Ergebnis kommt eine Energiesystemanalyse der Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geotechnologien IEG in Zusammenarbeit mit Fraunhofer ISI und D-fine, die im Auftrag der Denkfabrik Agora Energiewende erstellt wurde. Die Einsparungen ergeben sich laut Fraunhofer IEG aus einem integrierten Ansatz für die Energieinfrastrukturplanung, der Effizienzgewinne erschließt, Investitionen dorthin lenkt, wo sie den höchsten Nutzen stiften, und die Vorteile eines flexiblen Energiesystems maximiert.

Das Fraunhofer-Modell verfolgt dabei einen neuartigen Ansatz. Es integriert mehrere Energieträger und geografische Ebenen in einer ganzheitlichen Optimierung und zeigt sektorübergreifende Synergien und Effizienzen auf. Diese werden laut Fraunhofer IEG in den heute üblichen, fragmentierten Planungsmethoden oft übersehen. Die Modellierung untersucht vier Szenarien entlang zweier Dimensionen: sektorübergreifend vs. sektoral sowie europäische Optimierung vs. stärkere nationale Ausrichtung. Die Ergebnisse zeigen, dass die installierten Kapazitäten der Energieversorgung und von Sektorkopplungstechnologien reduziert werden können. So würde ein integriertes Szenario 505 GW weniger Reservekapazität, 15 Prozent weniger Onshore-Windkapazität und neun Prozent weniger Wasserstoffelektrolysekapazität erfordern als ein stärker national ausgerichteter, sektoraler Ansatz. Alle Szenarien zeigen eine Beschleunigung des Ausbaus erneuerbarer Energien.

»Ein integrierter Ansatz würde den europäischen Ländern eine klare Vision des Energiesystems vermitteln und die Bottom-up-Infrastrukturplanung der Netzentwicklungspläne leiten und informieren,« sagt Wolfgang Eichhammer, Mitautor von Fraunhofer ISI. »Diese gesamtheitliche Perspektive würde sicherstellen, dass Investitionen mit den Prioritäten der europaweiten Energiewende übereinstimmen.«

© PHOTON

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