EU-Strommix 2025: Wind- und Solarenergie überholen fossile Brennstoffe

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Im Jahr 2025 hat die EU einen enormen Schritt hin zu einem Stromsystem gemacht, das auf Wind- und Solarenergie basiert. Erstmals wurde in der EU mehr Strom durch Wind- und Solarenergie erzeugt als durch fossile Brennstoffe. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse des britischen Thinktanks Ember.

Demnach erreichten Wind- und Solarenergie 30 Prozent der EU-weiten Stromerzeugung und übertrafen damit die fossilen Energieträger, die noch 29 Prozent lieferten. Die Solarenergie produzierte im Jahr 2025 mit 369 TWh so viel Strom wie nie zuvor in der EU. Sie wuchs im vierten Jahr in Folge um mehr als 20 Prozent auf 13 Prozent der EU-Stromerzeugung und übertraf damit Kohle- und Wasserkraft. In Ungarn, Zypern, Griechenland, Spanien und den Niederlanden deckte die Solarenergie mehr als ein Fünftel des Strombedarfs.

»Dieser Meilenstein verdeutlicht, wie schnell sich der EU-Energiesektor verändert«, so Beatrice Petrovich, Senior-Energieanalystin bei Ember. »Die nächste Herausforderung besteht darin, die Abhängigkeit der EU von teurem Importgas deutlich zu verringern. Durch Investitionen in das gesamte Energiesystem, um das Potenzial von Batterien, Netzen und elektrifizierten Technologien auszuschöpfen, kann die EU heimische erneuerbare Energien nutzen, um die Preise zu stabilisieren und sich vor Energieerpressung zu schützen.«

Im Jahr 2025 lagen die Energieprioritäten der EU in der Senkung der Energiekosten für Haushalte und Unternehmen. Der Aktionsplan der Europäischen Kommission für bezahlbare Energie benennt die Hauptursache für die hohen Energiepreise in Europa: die Abhängigkeit von teuren, importierten fossilen Brennstoffen. Im Energiesektor ist die Kohle nach Jahren des starken Rückgangs 2025 fast verschwunden und erreicht einen neuen historischen Tiefstand. Die EU ist jedoch weiterhin stark von Gas abhängig. Der Anstieg der Gaserzeugung bei gleichzeitigem Rückgang der Wasserkraft trieb die Importkosten für fossiles Gas um 16 Prozent in die Höhe und führte zu Preissprüngen auf den Strommärkten.

Laut Ember können der Ausbau von Batteriespeichern, die Verbesserung des Stromnetzes und die Erhöhung der Nachfrageflexibilität einen größeren Anteil von Solar- und Windenergie am Energiemix ermöglichen. Dies würde nicht nur die Versorgungssicherheit verbessern, sondern sei auch entscheidend für vorhersehbare und stabile Preise.

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