EU-Kommission schlägt Abschwächung des Emissionshandels vor – PIK reagiert entspannt

EU-Kommission
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Heute hat die EU-Kommission ihren Vorschlag für eine Reform des europäischen Emissionshandels vorgelegt. Demnach sollen die jährlich neu ausgegebenen Ausstoßrechte langsamer reduziert werden als bislang geplant. Zudem sollen Unternehmen, die besonders im globalen Wettbewerb stehen, länger Gratiszuteilungen erhalten. Auf der anderen Seite sollen neue Investitionshebel die Industriewende beschleunigen. Der Vorschlag integriert zudem erstmals dauerhafte Kohlenstoffentfernungen in das EU-Emissionshandelssystem. Dies soll den Sektoren, in denen Emissionsminderungen am schwierigsten zu erreichen sind, zusätzliche Flexibilität verschaffen und gleichzeitig den Ausbau dieser Technologien unterstützen.

Die Kommission begründet ihre Vorschläge mit einem veränderten geopolitischen und wirtschaftlichen Umfeld. Die EU-Industrie stehe unter zunehmendem Druck. »Während wir unsere Arbeit im Bereich des Klimaschutzes fortsetzen, müssen wir unsere wichtigste Politik zur Dekarbonisierung – das EU-Emissionshandelssystem (EU-ETS) – modernisieren, damit es als Motor für Innovation und Investitionen dient und so unsere Wettbewerbsfähigkeit und Unabhängigkeit stärkt«, teilt die EU-Kommission mit. Dies solle im Einklang mit den Schlussfolgerungen des Europäischen Rates vom Juni 2026 und dem »Clean Industrial Deal« geschehen.

Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) reagiert mit Verständnis auf die Kommissionsvorschläge: »Europas Industrie braucht mehr Flexibilität beim Klimaschutz, aber ebenso einen verlässlichen Rahmen, der Investitionen fördert und Vorreiter nicht benachteiligt. Die zusätzlichen Spielräume ändern nichts am klimapolitischen Gesamtkurs der EU. Vielmehr schafft die Reform Klarheit darüber, welchen Beitrag der Emissionshandel zum Klimaziel 2040 leisten soll«, so PIK-Direktor Ottmar Edenhofer. Positiv sieht Edenhofer die neu geschaffenen Gutschriften für Firmen, die CO₂ aus der Atmosphäre holen. Der Emissionshandel werde damit konsequent auf Klimaneutralität ausgerichtet.

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Pressemitteilung EU-Kommission
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