Der österreichische Wechselrichter- und Speicherhersteller Fronius begrüßt die Entscheidung der Europäischen Kommission, Wechselrichter aus Hochrisikoländern von der europäischen Projektfinanzierung auszuschließen. Dieser erste Schritt sende ein wichtiges Signal, dass Energie- und Versorgungssicherheit in Europa ernst genommen werde, teilt das Unternehmen mit.
»Gerade bei kritischer Energieinfrastruktur ist es richtig und notwendig, Sicherheitsaspekte konsequent zu berücksichtigen. Die Entscheidung der Kommission ist daher ein wichtiger Anfang. Fronius und die gesamte europäische Solarindustrie können ihre Fertigungskapazitäten auch im Bereich von kleineren und mittleren PV-Anlagen bzw. Wechselrichtern innerhalb kürzester Zeit hochfahren und damit den Bedarf in der EU decken. Wichtig ist, dass jetzt die Mitgliedsstaaten die Maßnahmen der Kommission auch auf den Residential Markt umlegen und umsetzen. Mit dem Industrial Accelerator Act und dem Cybersecurity Act 2 stehen wichtige Entscheidungen bevor, um Europas Energiesicherheit zu stärken und strategische Abhängigkeiten zu reduzieren,« erklärt Elisabeth Engelbrechtsmüller-Strauß, CEO von Fronius International.
Wie der »Spiegel« zuerst berichtete, hat die EU-Kommission mit sofortiger Wirkung die Förderung aller Solar- und Batterie-Wechselrichter aus China gestrichen. Laut dem letzte Woche veröffentlichten Beitrag betrifft dies Wechselrichter aus den Ländern China, Russland, Iran und Nordkorea, wobei in der Praxis nur China als Herkunftsland eine Rolle spielt. Das Verbot sei am Donnerstagmorgen in einer Videokonferenz mit zahlreichen betroffenen EU-Generaldirektionen und Branchenverbänden bekannt gegeben worden, so der »Spiegel«.
Die aktuelle Maßnahme betrifft zunächst vor allem große Freiflächenprojekte. In diesem Segment ist Fronius allerdings kaum vertreten und hat bislang auch wenig Produkte im Programm.
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