Die Europäische Kommission hat Medienberichten zufolge beschlossen, dass EU-Fördermittel nicht mehr in Energieprojekte fließen werden, die Wechselrichter aus sogenannten Hochrisikoländern wie China, Russland, dem Iran und Nordkorea verwenden. Der European Solar Manufacturing Council (ESMC), der europäische Solarhersteller vertritt, begrüßt diese Entscheidung ausdrücklich als notwendigen ersten Schritt zur Sicherung der europäischen Energieversorgungssicherheit. »Dies ist eine wahrhaft mutige Entscheidung mit dem Potenzial, die Fertigungsindustrie in Europa und anderen gleichgesinnten Volkswirtschaften wiederzubeleben«, sagt Christoph Podewils, Generalsekretär des ESMC. Das Verbot gilt demnach auch für Produkte von Unternehmen, die sich im Besitz von oder unter der Kontrolle von Personen oder Organisationen aus diesen Ländern befinden. Ebenso betroffen sind Projekte in EU-Nachbarregionen wie Nordafrika und dem Westbalkan, die an das europäische Stromnetz angeschlossen sind.
Der ESMC bestätigt, dass Hersteller aus Europa und anderen westlichen Ländern bereits über ausreichende Produktionskapazitäten verfügen, um die Nachfrage in allen Marktsegmenten zu wettbewerbsfähigen Preisen zu decken. Eine im Februar 2026 durchgeführte Umfrage des ESMC unter westlichen Wechselrichterherstellern hat ergeben, dass europäische und verbündete Hersteller bereits über beträchtliche Kapazitäten verfügen. Während der europäische Solarmarkt im Jahr 2025 ein Volumen von rund 65 GW erreichte, liegt die aktuelle Produktionskapazität der EU bei über 100 GW pro Jahr. Bis 2027 ist laut ESMC ein weiterer Ausbau um 45 GW in bestehenden europäischen Anlagen geplant. Westliche Kapazitäten außerhalb der EU bieten heute mindestens zusätzliche 26 GW mit einem Ausbaupotenzial von weiteren 36 GW. Neue Kapazitäten können innerhalb von nur sechs bis zwölf Monaten ans Netz gehen. Diese Kapazität sei ausreichend, um alle Marktsegmente der Photovoltaik, einschließlich Dach-PV-Anlagen, zuverlässig zu versorgen.
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