In der Erzdiözese Wien, zu der die Stadt Wien und der Osten Niederösterreichs gehören, wurde die 100. Photovoltaikanlage in Betrieb genommen. Die 56 Kilowatt starke Anlage mit einem 45-kWh-Batteriespeicher befindet sich auf dem Flachdach der Kirche St. Florian. Der Strom soll für die Versorgung der Kirche, des Pfarrhauses sowie künftig auch des angrenzenden kirchlichen Kindergartens genutzt werden. Zudem ist die Versorgung weiterer Einrichtungen im Rahmen einer Energiegemeinschaft geplant. Die im Jahr 1964 erbaute Kirche St. Florian gehört zur Pfarre »zur Frohen Botschaft«, der größten Pfarre Wiens. Sie umfasst den gesamten vierten und Teile des fünften sowie Randbereiche des dritten und sechsten Wiener Gemeindebezirks. Das Thema Umweltschutz ist ein Schwerpunkt der Pfarre.
Erzbischof Josef Grünwidl (Bildmitte) besichtigte die Photovoltaikanlage in rund 30 Metern Höhe. Sie sei ein wichtiger Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung: »Für mich ist es alternativlos, sich für die Schöpfung einzusetzen. Mit der Errichtung von Photovoltaikanlagen auf kirchlichen Gebäuden leisten wir unseren Beitrag für den verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen unserer Erde.« Bei der Besichtigung dabei war auch Pfarrer Gerald Gump (rechts im Bild): »Für uns war es völlig logisch, die große Dachfläche unserer Kirche für eine Photovoltaikanlage zu nutzen – nicht als Symbolprojekt, sondern als echten Beitrag. Wir wollen zeigen: Die Kirche kann und will heute aktiv mithelfen, dass Gottes gute Schöpfung bewahrt wird.«
Die Erzdiözese Wien investiert jährlich rund vier Millionen Euro in ökologische Baumaßnahmen an kirchlichen Gebäuden, darunter Heizungsumstellungen, Dämmungen und die Umstellung von Leuchtmitteln auf LED sowie Photovoltaikanlagen. Für die Umsetzung der Projekte zur Errichtung der hundert Photovoltaikanlagen betrug die Investitionssumme seitens der Erzdiözese Wien 5,5 Millionen Euro.
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