In Hamburg geht das erste Photovoltaikprojekt für Mehrfamilienhäuser im Modell der gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung (GGV) in Betrieb. Dies teilt die Marcley GmbH mit, die das Projekt umgesetzt hat. Seit diesem Monat werden 18 Wohneinheiten des Wohngebäudes von Wittlinger Immobilien direkt mit Solarstrom vom eigenen Dach versorgt. Der bestehende Stromvertrag bleibt unverändert bestehen, für den Solarstrom wird lediglich ein zusätzlicher Vertrag abgeschlossen. Die Haushalte erhalten den lokal erzeugten Strom zu einem Preis von 22,99 Cent brutto pro kWh sowie eine Preisgarantie über zehn Jahre.
Bei Mehrfamilienhäusern scheitern gemeinschaftliche Photovoltaik-Projekte häufig daran, dass eine Verteilung der Kosten für den erzeugten Solarstrom auf mehrere Parteien wirtschaftlich komplex ist, so Marcley. Eine Lösung dafür bietet das neue Modell der gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung. Es ermöglicht, PV-Strom vom Dach eines Mehrfamilienhauses an mehrere Mietparteien zu liefern und mit Reststrom aus dem Netz fair und wirtschaftlich zu kombinieren. Anders als beim Miterstrommodell, bei dem alle Mieter an einen Versorger für den Reststrom gebunden sind, bleibt bei der gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung die Tarifwahl frei.
»Die Anforderungen an die Immobilienwirtschaft nehmen zu. Gleichzeitig müssen Lösungen praktikabel bleiben. Mit Blick auf unsere Energiebilanz und das Ziel der Klimaneutralität bis 2040 in Hamburg ist klar, dass wir handeln wollen. Im Einfamilienhaussegment ist die Ausstattung mit Photovoltaikanlagen im Stadtbild bereits sichtbar. Doch wie können wir dazu beitragen, dass auch Bewohnerinnen und Bewohner von Mehrfamilienhäusern von eigenem und günstigem Strom profitieren? Die GGV ist dafür ein entscheidender Baustein«, sagt Anja Ehlers, Geschäftsführerin von Wittlinger Immobilien.
Für 2026 plant Wittlinger Immobilien die Umsetzung weiterer GGV-Projekte.
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