In der Europäischen Union könnten im Jahr 2025 erstmals seit zehn Jahren weniger Photovoltaikanlagen installiert werden als im Vorjahr. In seiner neuen Halbjahresmarktanalyse geht der Branchenverband SolarPower Europe von 64,2 Gigawatt (GW) neu installierter Solarleistung aus, was einem Rückgang von 1,4 Prozent gegenüber 2024 entspricht.
Laut SolarPower Europe ist der Rückgang insbesondere auf weniger private Hausdachanlagen zurückzuführen. Viele der mit der Energiekrise verbundenen Förderprogramme liefen inzwischen aus – insbesondere in Schlüsselmärkten wie Österreich, Belgien, Tschechien, Ungarn, Italien und den Niederlanden. Zudem seien im ersten Halbjahr 2025 deutlich weniger Stromlieferverträge für Solarstrom geschlossen worden. Der Markt für große Solarkraftwerke bleibt dagegen laut SolarPower Europe stabil, was auf Auktionen in ganz Europa zurückzuführen sei.
Das EU-Ziel aus dem »RePowerEU«-Plan von 400 Gigawatt installierter PV-Leistung bis zum Jahresende könne aufgrund des starken Zubaus der vergangenen Jahre dennoch knapp erreicht werden. So betrug das Marktwachstum in den Jahren 2022 rund 47 Prozent, 2023 rund 51 Prozent und 2024 immer noch 3,3 Prozent. Um das Ziel für 2030 zu erreichen, müsse Europa bis zum Ende des Jahrzehnts jedoch fast 70 GW pro Jahr installieren. Der derzeitige Trend deute jedoch darauf hin, dass Europa seine Ziele verfehlen und lediglich 723 GW der angestrebten 750 GW erreichen wird.
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