Das Berliner Solarsystemhaus Enpal hat sich an der jüngsten Finanzierungsrunde des Münchner Energiehändlers Entrix über insgesamt 43 Millionen Euro beteiligt und ist nach den Gründern nun der größte Gesellschafter. Wie Enpal mitteilt, wollen die Unternehmen gemeinsam am Ausbau von Enpals virtuellem Kraftwerk arbeiten. Durch die Kombination der KI- und Softwarelösungen von Enpal und Entrix entstehe erhebliches Potenzial für Innovation und Wachstum, so Enpal.
Laut Enpal ist Entrix Marktführer für die Vermarktung von flexiblen Energiesystemen in Europa. Das Unternehmen handelt basierend auf eigenen KI-Lösungen Strom aus Batteriespeichern und sorgt für die netzdienliche Steuerung der Speicher.
Gemeinsam mit Entrix und dem Joint Venture Flexa hat Enpal eine KI-basierte Softwarelösung entwickelt, die Batteriespeicher und andere dezentrale flexible Energieressourcen – beispielsweise Wärmepumpen oder Elektroautos – in Echtzeit am Energiemarkt optimiert. Inzwischen umfasst Enpals Virtuelles Kraftwerk rund 600 MW flexible Leistung, die bis Ende des Jahres auf ein Gigawatt anwachsen soll.
Enpal möchte sich von einem Anbieter dezentraler Energielösungen zu einem Energieversorger entwickeln, der Erzeugung, Speicherung und Vermarktung aus einer Hand anbietet.
Parallel zur Beteiligung investiert Enpal in den Aufbau weiterer Technologiekompetenzen, insbesondere in den Bereichen Software-Engineering, künstliche Intelligenz und Datenanalyse. Das Enpal-Tech-Team mit aktuell mehr als 200 Mitarbeitenden in Berlin soll in den kommenden Monaten um entsprechende Positionen erweitert werden. Zudem prüft das Unternehmen kontinuierlich mögliche Engagements mit anderen innovativen Energy-Tech-Unternehmen, um strategische Kompetenzen in der Enpal-Gruppe weiter zu bündeln.
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