Stefan Kapferer, Vorsitzender der Geschäftsführung des Übertragungsnetzbetreibers 50Hertz, hat seine Auffassung, der aktuelle Photovoltaikausbau solle gebremst werden, wiederholt. Die sogenannten Solarspitzen bereiteten dem Strommarkt und den Leitwarten, die für die Austarierung des Systems zuständig sind, immer mehr Probleme. »Daher sollte der Ausbau der Photovoltaik entschleunigt und mit dem Ausbau der Windkraft, der Übertragungs- und Verteilnetze sowie von flexiblen Lasten wie Batteriespeichern synchronisiert werden«, sagte er der »Neuen Osnabrücker Zeitung” (NOZ).
Die langsamere Elektrifizierung im Verkehr- und Gebäudebereich würde zudem zu einem geringeren Stromverbrauch führen als prognostiziert. Kapferer hält Kosteneinsparungen beim Netzausbau in der Größenordnung von 66 bis 76 Milliarden Euro bis 2045 für möglich. Er erwarte, dass die von der Beratungsfirma Eventure im Auftrag von 50Hertz durchgeführten Berechnungen im Monitorbericht zur Energiewende berücksichtigt werden, sagte er der NOZ.
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