Der Energiekonzern EnBW hat gemeinsam mit dem Gemeinderat der Stadt Philippsburg ein Projekt für einen Großbatteriespeicher vorgestellt. Am Kraftwerksstandort Philippsburg soll einer der größten Batteriespeicher Deutschlands mit einer Leistung von 400 Megawatt und einer Kapazität von 800 Megawattstunden entstehen.
Seit 2017 und 2020 läuft der Rückbau der beiden Kernkraftwerksblöcke. Auf einem benachbarten Teil des Energieparks hat der Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW ein großes Gleichstrom-Umspannwerk errichtet. Dieser sogenannte Konverter ist Teil der neuen Gleichstromverbindung »ULTRANET« und soll Windstrom aus Norddeutschland nach Süddeutschland transportieren.
Mit dem neuen Großspeicher soll Philippsburg zu einem zentralen Knotenpunkt und Speicherort für Strom aus erneuerbaren Energien in Deutschland werden. »Philippsburg ist bereits seit einem halben Jahrhundert einer der wichtigsten Energiestandorte in ganz Deutschland – und diese herausragende Rolle soll unsere Gemeinde auch in Zukunft haben: als Ankerpunkt und riesiger Speicher für eine nachhaltige Stromerzeugung«, sagt Philippsburgs Bürgermeister Stefan Martus.
Das Großprojekt soll laut EnBW ohne staatliche Förderung realisiert werden. Neben den Erlösen aus der Vermarktung der Strommengen soll sich der Speicher über das Angebot von netzdienlichen Leistungen finanzieren. Eine Baugenehmigung liegt allerdings noch nicht vor und auch die finale Investitionsentscheidung der EnBW steht noch aus, wie das Unternehmen mitteilt. Bei einem optimalen weiteren Verlauf wäre eine Realisierung bis Ende 2027 denkbar.
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