Der Ersatz importierter fossiler Brennstoffe durch Elektrofahrzeuge, Wärmepumpen und erneuerbare Energien könnte die Nettoimporte fossiler Brennstoffe um 70 Prozent reduzieren und weltweit 1,3 Billionen Dollar pro Jahr einsparen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse der britischen Denkfabrik Ember. Das Beratungsunternehmen empfiehlt die Umstellung der Stromerzeugung auf erneuerbare Energien und die Umstellung des Energieverbrauchs auf Strom als »neuen Weg zur Energiesicherheit«.
Den größten Effekt hätte laut Ember der Ersatz des gesamten importierten Erdöls für den Straßenverkehr durch Elektrofahrzeuge (33 Prozent). Der Ausbau von Wind- und Solarenergie zum Ersatz aller importierten fossilen Brennstoffe in der weltweiten Stromerzeugung spare 23 Prozent. Wärmepumpen, die weltweit alle importierten fossilen Brennstoffe für die Gebäudeheizung ersetzen, bringen weitere 14 Prozent Einsparung. »Zusammen eröffnen sie einen schnelleren und billigeren Weg zur Energieunabhängigkeit«, sagt Ember.
Laut Ember leben drei Viertel der Weltbevölkerung in Ländern, die Nettoimporteure fossiler Brennstoffe sind. Dazu gehören der gesamte Großraum China, Süd- und Nordostasien, 99 Prozent der Europäer, zwei Drittel der Afrikaner und fast die Hälfte der Bevölkerung Südostasiens und Lateinamerikas. Zu den Nettoexporteuren zählen neben den Ölstaaten des Nahen und Mittleren Ostens auch Indonesien, Nigeria, Russland und die USA.
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