Die Energiekonzepte Deutschland GmbH (EKD) hat am heutigen Freitag einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Leipzig gestellt. Dies hat der Eigentümer der EKD, das Londoner Investmenthaus Pemberton, gegenüber PHOTON bestätigt. Das Investitionskomitee habe beschlossen, der EKD keine weiteren Mittel mehr zur Verfügung zu stellen. Der Antrag sei »nach einem erheblichen und anhaltenden Rückgang des deutschen PV-Marktes für Privathaushalte« erfolgt.
Pemberton hatte die EKD im Jahr 2025 übernommen und nach eigenen Angaben »zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um die Sanierung des Unternehmens voranzutreiben, darunter die Einsetzung einer neuen Führungsspitze und ein umfassendes Programm zur operativen Umstrukturierung, um das Unternehmen an das neue Marktumfeld anzupassen«. Trotz dieser Bemühungen und angesichts des anhaltenden starken Marktrückgangs sei jedoch deutlich geworden, »dass das Geschäft nicht mehr tragfähig war«.
Wie eine Sprecherin der EKD mitteilte, läuft der Geschäftsbetrieb derzeit uneingeschränkt weiter. Die Löhne und Gehälter der rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind über das Insolvenzgeld abgesichert. Ziel der Geschäftsführung sei es, gemeinsam mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter einen Weg zur Sanierung des Unternehmens zu finden.
Laut Angaben auf seiner Website hat EKD seit seiner Gründung im Jahr 2018 in Deutschland über 45.000 PV-Anlagen installiert, im Durchschnitt 1.000 neue Anlagen pro Monat. Das Unternehmen gilt nach Enpal und 1Komma5° als einer der größten Anbieter für Solaranlagen in Deutschland und ist an über 15 Standorten tätig.
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