Anlässlich der gestiegenen Nachfrage nach vollelektrischen Automobilen hat die Deutsche Umwelthilfe (DUH) einen Verbraucherleitfaden mit Tipps für eine besonders umweltverträgliche Modellwahl und -nutzung veröffentlicht. Gleichzeitig warnt die Umwelt- und Verbraucherschutzorganisation vor besonders klimaschädlichen Plug-in-Hybriden, die von der Automobilindustrie irreführend als umweltfreundliche Alternative zu Verbrennern dargestellt werden.
»Während die Bundesregierung noch über die Zukunft des Verbrenners diskutiert, haben viele Verbraucherinnen und Verbraucher längst erkannt: Die Zukunft ist elektrisch!«, so Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der DUH. »Reine Elektroautos sind deutlich klima- und umweltfreundlicher als jegliche Verbrenner – mit oder ohne Hybridantrieb. Doch nicht alle Elektroautos sind gleich geschaffen: Wir empfehlen bei der Anschaffung vollelektrische und sparsame Kleinwagen. Keinesfalls sollten Verbraucherinnen und Verbraucher sich jedoch von irreführenden Herstellerangaben zu Plug-in-Hybriden täuschen lassen. Diese haben in der Praxis höhere Kraftstoffverbräuche als offiziell angegeben und sind oft noch umweltschädlicher als herkömmliche Verbrenner.«
In Bezug auf die Reichweite von Elektroautos empfiehlt die DUH sich am typischen täglichen Bedarf zu orientieren. Die durchschnittlich zurückgelegte Strecke pro Pkw liegt in Deutschland bei rund 34 Kilometern am Tag. Elektroautos erreichen im Durchschnitt eine Reichweite von knapp 400 Kilometern, manche Modelle sogar mehr als 800 Kilometer. Das Aufladen unterwegs stelle längst kein Problem mehr dar. Bundesweit gibt es nach Angaben der DUH mehr als 175.000 öffentliche Ladestellen, darunter etwa 42.000 Schnellladepunkte.
Thomas Fischer, Leiter für Kreislaufwirtschaft bei der DUH: »Elektroautos und Batterien sind mittlerweile sehr langlebig und gut reparierbar. Elektroautos benötigen insgesamt weniger Wartung und Reparaturen als Verbrenner, da sie weniger Verschleißteile haben. Verbraucherinnen und Verbraucher sollten beim Kauf darauf achten, dass der Tausch von einzelnen Batteriemodulen möglich und nicht zu teuer ist. Besonders umweltfreundlich sind Natrium-Ionen-Batterien, die keine kritischen Rohstoffe benötigen. In vielen asiatischen Ländern ist dieser alternative Batterietyp bereits auf dem Markt, eine Markteinführung in Europa steht kurz bevor.«


