Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat die Folgen deutscher fossiler Geschäfte dokumentiert. Der »Atlas der Zerstörung« veranschaulicht, wie der deutsche Öl- und Gasverbrauch weltweit Ökosysteme zerstört und die Klimakrise verschärft. Konkrete Fallbeispiele zeigen die Verstrickungen deutscher Unternehmen, Finanzakteure und staatlicher Entscheidungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der Förderung über den Transport und die Verarbeitung bis hin zu Langzeitlieferverträgen.
Die DUH will damit den Druck auf die Bundesregierung erhöhen, neuen fossilen Langfristverträgen eine Absage zu erteilen. Stattdessen fordert die DUH von der Bundesregierung, einen konkreten Fahrplan zum Ausstieg aus fossilem Öl und Gas vorzulegen, klimaschädliche Subventionen unverzüglich zu beenden und sich auch international für einen Stopp immer neuer Förderlizenzen für Öl und Gas einzusetzen. Dies sei umso dringender, nachdem es auf der Klimakonferenz in Brasilien nicht durchgesetzt wurde.
Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH, sagt: »Wir machen sichtbar, welchen Preis andere Menschen und Ökosysteme für Deutschlands Öl- und Gasgeschäfte zahlen. Dass Deutschland mit Ländern wie Oman, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten neue langfristige Öl- und Gasverträge abschließt, zementiert fossile Wertschöpfungsketten. Wer heute noch auf fossiles Öl und Gas setzt, handelt klimapolitisch verantwortungslos.«
Constantin Zerger, Leiter der Abteilung Energie und Klimaschutz der DUH, ergänzt: »Unser Atlas liefert die Fakten, Orte und Verantwortlichkeiten, die wir für politischen Druck brauchen. Als einer der größten Öl- und Gasimporteure der Welt muss Deutschland vorangehen und die Abhängigkeit von fossiler Energie beenden. Das wäre nicht nur international ein wichtiges Signal, sondern würde zudem die Versorgungssicherheit erhöhen. Jedes Jahr gibt Deutschland rund 80 Milliarden Euro für den Import von fossilem Öl und Gas aus – diese enorme Geldverschwendung muss so schnell wie möglich beendet werden.«
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