Die Westsächsische Entsorgungs- und Verwertungsgesellschaft mbH (WEV) hat auf der Zentraldeponie Cröbern bei Leipzig eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 6,9 Megawatt in Betrieb genommen. Die WEV gibt die Investitionssumme mit rund drei Millionen Euro an. Mit dem Ertrag von 6,5 Gigawattstunden Solarstrom soll es künftig möglich sein, die Anlagen zur Abfallbehandlung nahezu vollständig mit selbst erzeugtem Strom zu versorgen. Die Nachrüstung mit einem Batteriespeicher ist geplant. Überschüssiger Strom wird im Rahmen der EEG-Direktvermarktung ins öffentliche Netz eingespeist.
Die Zentraldeponie Cröbern liegt in einem ehemaligen Braunkohlentagebaugebiet mit besonderer Setzungsproblematik. Das Montagesystem kann deshalb flexibel auf mögliche Setzungen des Deponiekörpers reagieren. Zum Schutz der Oberflächenabdichtung wurde die Anlage mit Erdnägeln in angepasster Länge gesichert. Die Photovoltaikanlage kann demontiert und an anderer Stelle wieder aufgebaut werden.
Bereits im Jahr 2011 wurden am Standort Cröbern die ersten Photovoltaikanlagen errichtet. »Die neue Anlage ist ein weiterer Baustein eines zukunftsorientierten Energiekonzepts, das auf eine größere Unabhängigkeit von externen Energiequellen abzielt. Dies trägt langfristig zur Entsorgungssicherheit für die Stadt Leipzig und den Landkreis Leipzig bei und unterstützt eine stabile Gebührenentwicklung für die Bürgerinnen und Bürger«, so die WEV. Neben dem geplanten Batteriespeicher sind auch ein Gasspeicher für das Deponiegas-BHKW sowie ein Wärmespeicher vorgesehen.
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