Wenn Solarparks auf Gras- oder Ackerland installiert werden, kann dies die Artenvielfalt bei Vögeln reduzieren. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie eines internationalen Forscherteams um Huiming Zhang von der chinesischen Nanjing University of Information Science & Technology, die im Fachjournal Science veröffentlicht wurde. Demnach sank in Gegenden mit deutlich stärkerer Solarförderung der Shannon-Diversitätsindex, eine Kennzahl zur Bestimmung der biologischen Vielfalt, für Vögel um 2,1 Prozent. Betroffen waren vor allem Standorte mit Acker- und Grasland. In Wüstengegenden konnten die Forscher hingegen keinen Rückgang der Artenvielfalt nachweisen. Die Untersuchung umfasste 2.344 Landkreise in China im Zeitraum von 2014 bis 2023, die Vogelbeobachtungsdaten stammten vom China Birdwatching Record Center.
Die Forscher plädieren dafür, dass der künftige Ausbau der Photovoltaik in China mit strengeren Schutzmaßnahmen für die Artenvielfalt einhergehen sollte – insbesondere in wirtschaftlich entwickelten Regionen mit hoher Lebensraumkomplexität. Großflächige Photovoltaikanlagen sollten demnach vor allem in den ariden und semiariden Regionen, insbesondere in den Wüsten-Gebieten im Norden Chinas, errichtet werden. In nicht-wüstenartigen Regionen mit produktiven Ökosystemen sollte die Flächennutzung für Solarparks dagegen auf ein Minimum beschränkt werden. Ausgenommen davon seien dezentrale Solaranlagen, wie beispielsweise Dachanlagen, sowie Agri-PV-Systeme.
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