Die CAV Partners AG, ein Beratungs- und Assetmanagement-Unternehmen für erneuerbare Energien mit Sitz in Regenstauf bei Regensburg, hat die für ein stabiles Stromnetz in Deutschland benötigte Batteriespeicherkapazität berechnet. Demnach muss die derzeit installierte Kapazität von rund 22 Gigawattstunden (GWh) bis 2045 auf 500 bis 600 GWh erhöht werden. CAV Partners geht von einem Anstieg des Bruttostromverbrauchs von derzeit rund 512 Terawattstunden (TWh) auf bis zu 1.300 TWh im Jahr 2045 aus. Hierzu hat das Unternehmen unter anderem Langfristszenarien der Bundesnetzagentur, des BMWK, des BDEW, des Fraunhofer ISE sowie energieökonomische Klimaneutralitäts-Szenarien ausgewertet.
CAV Partners bemängelt den aktuellen Zubau an Batteriespeicherkapazität als deutlich zu niedrig. »Die installierte Batteriespeicherkapazität ist in den vergangenen Jahren zwar dynamisch von 0,2 GWh im Jahr 2018 auf rund 22 GWh zur Jahresmitte 2025 gewachsen. Gemessen an den diskutierten Zielpfaden und den bereits seit zwei Jahren stetig wachsenden Phasen von Negativstunden am Strommarkt bleibt der Ausbau jedoch deutlich hinter dem notwendigen und zukünftig absehbaren Bedarf zurück«, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Bereits bis 2030 wird in verschiedenen Szenarien ein Wert von rund 125 GWh als erforderlich angesehen. Das ist das Sechsfache der heute installierten Kapazität und entspricht rechnerisch den Batterien von 1,7 Millionen Elektroautos.
»Mit wachsender Elektrifizierung steigt der Bedarf an flexiblen Systemkomponenten deutlich«, warnt Thomas Hartauer, der Vorstandsvorsitzende der CAV Partners AG. »Batteriespeicher werden damit zu einer strukturell notwendigen Infrastruktur für ein Stromsystem, das zunehmend aus erneuerbaren Energien besteht.«
Nach Einschätzung von CAV Partners wird der beschleunigte Ausbau von Batteriespeichern somit zu einer zentralen infrastrukturellen Aufgabe der kommenden Jahre, da hierfür verstärkt privates Kapital, etwa von (semi-)institutionellen Investoren, mobilisiert werden muss. »Die Stabilität der Stromversorgung wird zunehmend von Flexibilitätsoptionen abhängen«, so Hartauer. »Der Ausbau von Speicher- und Netzinfrastruktur ist damit eine zentrale Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts und zugleich ein attraktiver Investmentsektor.«
Die Unternehmensgruppe der CAV (Clean, Assets & Values) widmet sich der Gestaltung von nachhaltigen Kapitalanlagen für Institutionelle und Semiprofessionelle Investoren sowie Partnern aus dem Kapitalmarktbereich. Zusätzlich zu ihrem Kerngeschäft hat die CAV seit 2021 auch die Realisierung eigener Photovoltaikprojekte in Deutschland und Italien übernommen.
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