BVES: Dynamik der Speicherbranche braucht klare politische Entscheidungen

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»Die Energiewende darf nicht an Netzausbau und Verwaltungsstreitigkeiten scheitern – jetzt braucht es klare politische Entscheidungen für die Energiespeicherbranche.« Dies ist das Fazit der Vorstandssitzung mit anschließendem Neumitgliedertreffen des Bundesverbands Energiespeicher Systeme (BVES), das am 7. Juli in Berlin stattfand. Zwar signalisiere der Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung grundsätzlich ein gewachsenes Verständnis für die Bedeutung von Speichern für die Flexibilität und Resilienz des Energiesystems, so der BVES, doch Politik und Verwaltung sendeten widersprüchliche Signale. Die Branche erwarte schnelle gesetzliche Reformen, doch Politik und Verwaltung sendeten widersprüchliche Signale.

Auch dem angekündigten Energiewende-Monitoring des Bundeswirtschaftsministeriums begegnet der Verband mit Skepsis. Ein solches Monitoring könne laut dem Verband nicht gelingen, wenn die Kostentreiber im System nicht benannt und zentrale Technologien wie Speicher, E-Mobilität und Wärmepumpen ausgeklammert würden. »Wer den Erfolg der Energiewende sichern will, muss alle relevanten Technologien systemisch mitdenken. So kann der Fokus auf die dringenden offenen Fragen gelegt werden: von Genehmigungen und Netzanschlüssen über Baukostenzuschüsse und Netzentgelte bis hin zum Anlagenbetrieb«, teilt der BVES mit. Urban Windelen, der Geschäftsführer des BVES, fügt hinzu: »Hier braucht es die Politik mit am Steuerrad, sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene. Die aktuelle Lage in den Netzanschlussverfahren ist letztlich nur ein Symptom der fehlenden Klarheit. Es gibt viel Aufholbedarf bei den bisherigen Versäumnissen. Netzregulierung und Energiepolitik müssen Hand in Hand abgestimmt werden.«

Die nun ins Rollen gekommene Reform der Netzentgelte biete eine Chance für das Energiesystem und alle beteiligten Akteure – vorausgesetzt, sie werde mit einem klaren Verständnis der Rolle von Speichern durchgeführt. »Speicher passen nicht in die bestehende Entgeltsystematik von Erzeugern und Verbrauchern. Sie leisten jedoch Mehrwerte für Stromnetze und Energiesysteme. Das EU-Recht hat dies bereits 2019 klar definiert. Ein differenzierter Blick auf die Netzauswirkungen in den verschiedenen Betriebsweisen ist hier essenziell.« Die Branche sei bereit, gemeinsam tragfähige Lösungen zu diskutieren.

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