Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich in Berlin auf einer Konferenz der Konzernbetriebsräte von EnBW, Eon, LEAG, RWE, Uniper und Vattenfall für einen langsameren Ausbau der erneuerbaren Energien ausgesprochen. »Eine bezahlbare und sichere Energieversorgung in unserem Land wird allein durch erneuerbare Energien, jedenfalls vorläufig, nicht gehen, auch nicht im besten Mix, in der besten Zusammensetzung. Wir haben schwankende Energieeinspeisung. Wir haben ein Netz, das noch nicht so ausgelegt ist, dass es diesen Ansprüchen genügt«, so Merz. »Wenn wir Industrieland bleiben wollen, dann müssen wir eine sichere Energieversorgung haben, und die können wir, jedenfalls vorläufig, eben nicht allein mit erneuerbaren Energien sicherstellen«, so Merz weiter. »Deswegen wollen wir für eine sichere und stabile Energieversorgung ergänzend flexible und steuerbare Stromerzeugung im eigenen Land haben, und das werden Gaskraftwerke sein.«
Merz bestätigte, dass der Monitoringbericht zur Energiewende »weitgehend fertiggestellt« sei. Die Auswertung werde in der nächsten Woche durch das Bundeswirtschaftsministerium erfolgen. Der Bericht mit den daraus abgeleiteten Schlussfolgerungen werde die Grundlage für die Energiepolitik der »nächsten Wochen, Monate und hoffentlich Jahre sein«. »Meine Vermutung ist, dass wir im Ausbau etwas weniger machen können. Und das wird natürlich bei den Kosten erhebliche Veränderungen auslösen«, so Merz.
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