Der Bund der Energieverbraucher e.V. (BdE) bietet seinen Mitgliedern und anderen Vereinen ab sofort über die vereinseigene Strom-Community »Mitmachstrom« an. Dabei werden Erzeuger und Verbraucher von PV-Strom vernetzt. Den Preis für den gehandelten Solarstrom legen die Mitglieder individuell fest, teilt der BdE mit.
Zum Einsatz kommt dabei die Plattform der Düsseldorfer Firma WeShareEnergy GmbH. Nach der Anmeldung legen die Mitglieder über eine Web-App fest, von wem sie ihren Strom vorrangig beziehen bzw. an wen sie ihn bevorzugt verkaufen wollen. Der Strom fließt dabei über das öffentliche Netz; physikalisch stammt die Kilowattstunde also in aller Regel nicht aus der PV-Anlage des jeweiligen Lieferanten. Übersteigt der Verbrauch die Erzeugung, steuert die Community den Rest aus zertifiziertem Ökostrom bei. Ist die Erzeugung höher als der Verbrauch, fließt der Überschuss zu den Konditionen der EEG-Vergütung ins öffentliche Netz.
Alle teilnehmenden Haushalte benötigen einen digitalen Stromzähler. Darauf wird ein digitaler Lesekopf befestigt, der für 3,90 Euro gemietet oder einmalig für 89 Euro erworben werden kann. Er überträgt Erzeugung und Verbrauch im Viertelstundentakt an die Community-Software und ermöglicht so die Abrechnung.
PV-Stromerzeuger bekommen für ihren Strom laut BdE immer mindestens so viel, wie sie bekämen, wenn sie ihn zu EEG-Konditionen ins Netz einspeisen würden. Liegt der Preis in der Community über der EEG-Vergütung, bekommen sie die Differenz abzüglich einer Marge von einem Cent je Kilowattstunde, die an WeShareEnergy geht. Der Verein empfiehlt seine Plattform zudem als »unkompliziertes Vermarktungsinstrument« für die Zeit nach der EEG-Vergütung.
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