Der Bundesverband Solarwirtschaft warnt vor einer rückläufigen Entwicklung beim Photovoltaikzubau. Zwar sei die Stromerzeugung aus Photovoltaikanlagen deutlich gestiegen, das solare Ausbautempo habe sich 2025 jedoch entschleunigt. Laut vorläufigen Prognosen des Verbands wurden im Jahr 2025 neue Solarstromanlagen mit einer Leistung von rund 17,5 Gigawatt (GW) in Deutschland neu in Betrieb genommen. Die neu installierte Photovoltaikleistung liegt damit in etwa auf dem Niveau des Vorjahres von 17,7 GW. Um das für das Jahr 2030 gesetzlich verankerte Ausbauziel von 215 GW zu erreichen, ist hingegen ein jährlicher PV-Zubau von rund 20 GW erforderlich. Mit der inzwischen erreichten PV-Gesamtleistung von rund 118 GW ist erst gut die Hälfte des Weges geschafft.
Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer der Interessenvertretung von rund 1.200 Solar- und Speicherunternehmen, appelliert vor diesem Hintergrund an die Bundesregierung, weitere Marktbarrieren abzubauen und die Förderkulisse für Solaranlagen keinesfalls weiter zu verschlechtern.
Die im Jahr 2025 neu installierten rund 17,5 GW verteilten sich wie folgt auf die einzelnen Marktsegmente: Solarparks wurden mit einer Gesamtleistung von rund acht GW in Betrieb genommen (2024: rund 6,5 GW). Auf Industrie- und Gewerbedächern (Leistungsklasse > 30 kWp) wurden PV-Systeme mit einer Leistung von rund 3,7 GW neu installiert (im Vorjahr waren es rund 3,9 GW). Im PV-Heimsegment (Leistungsklasse ≤ 30 kW) wurden nur rund 5,2 GW neu installiert (im Vorjahr waren es rund 6,8 GW). Die Leistung der 2025 neu installierten Steckersolargeräte betrug rund 0,5 GW (2024: rund 0,4 GW).
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