BSW-Solar kritisiert geplante Beteiligung von Solaranlagenbetreibern an Netzkosten

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Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) kritisiert die gestern von der Bundesnetzagentur (BNetzA) veröffentlichten Pläne, Betreiber von Solarstromanlagen künftig an den Netzkosten zu beteiligen. Die geplante Erhöhung des Grundpreises für typische Selbstnutzer von Solarstrom im Heimsegment könnte laut Berechnungen des BSW-Solar bis zu 150 Euro im Jahr betragen. Dies könne den Ausbau der Photovoltaik deutlich bremsen.

Die erhöhte Grundgebühr belaste Solaranlagenbetreiber erheblich und schaffe zudem keine Anreize für einen netzdienlichen Einsatz von Batteriespeichern. Der Verband weist darauf hin, dass die bestehende Netzinfrastruktur durch den Betrieb von Solaranlagen und Batteriespeichern in Kombination mit E-Autos und Wärmepumpen sogar effizienter genutzt werden könne und der Netzausbaubedarf reduziert werde. Besonders problematisch seien die Pläne vor dem Hintergrund, dass die Kosten für Betreiber von Solaranlagen bereits durch andere regulatorische Vorgaben gestiegen seien. Der BSW-Solar nennt als Beispiele die verpflichtende Beteiligung an den Kosten intelligenter Messsysteme und die gestrichene Vergütung zu Zeiten negativer Strompreise. Auch für den Ausbau von Solarstromanlagen auf Freiflächen sind nach den Plänen der Bundesnetzagentur zusätzliche Kosten vorgesehen.

»In der Summe besitzen diese Maßnahmen das Potenzial, den dringend benötigten Ausbau der Solarenergie in Deutschland massiv auszubremsen. Dies widerspricht klar dem Bürgerwillen und den vereinbarten Regierungszielen«, erklärt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar. Er appelliert an die Bundesnetzagentur und die Bundesregierung, Anpassungen an der Netzentgelt- und Förderstruktur mit Augenmaß vorzunehmen, diese besser aufeinander abzustimmen und systemdienliches Verhalten zu belohnen.

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