Im ersten Halbjahr 2026 wurde in Deutschland deutlich mehr Solarstromleistung installiert als im Vorjahreszeitraum. Dies teilt der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) nach Auswertung des Marktstammdatenregisters der Bundesnetzagentur mit. Demnach wurden in den ersten sechs Monaten dieses Jahres mit 7,4 Gigawatt (GW) rund neun Prozent mehr Photovoltaik-Leistung neu registriert als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Inklusive Nachmeldungen werde der tatsächliche Wert bei rund 8,3 GW liegen, so ein Sprecher gegenüber PHOTON. Im ersten Halbjahr 2025 waren es 6,8 GW.
Nach einem verhaltenen Jahresauftakt habe insbesondere die Nachfrage nach Solaranlagen auf Wohngebäuden in den vergangenen Wochen deutlich angezogen. Als Ursachen nennt der Verband den gestiegenen Wunsch vieler Haushalte nach mehr Energieunabhängigkeit infolge der Energiekrisen im Zusammenhang mit dem Ukraine- und dem Iran-Krieg. Zusätzlich hätten die angekündigten Pläne des Bundeswirtschaftsministeriums, die EEG-Förderung für neue Solaranlagen ab 2027 weitgehend abzuschaffen, in den letzten Wochen zu spürbaren Vorzieheffekten geführt.
Damit bleibe der Ausbau derzeit noch auf Kurs, so der BSW-Solar. Dennoch reiche das aktuelle Tempo nicht aus, um das gesetzliche Ausbauziel von 215 GW bis 2030 zu erreichen. Dafür müsse der Zubau in allen Marktsegmenten weiter steigen.
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