Die Bundesnetzagentur (BNetzA) geht für den Monat Juni von einer neu installierten Solarleistung von 1.268,2 Megawatt (MW) aus. Diese Zahl setzt sich aus dem bis zum 13. Juli registrierten Nettozubau von 1.100,2 MW sowie einem Aufschlag von 15 Prozent auf den Bruttozubau von 1.118,2 MW zur Berücksichtigung von Nachmeldungen zusammen. Damit liegt der Zubau unter dem Ergebnis des Vormonats mit 1.295 MW und etwas über dem Wert von Juni 2025 mit 1.104 MW.
Aufgrund des erneut zu niedrigen Zubaus ist der von der BNetzA veröffentlichte Zielwert für den monatlichen Zubau weiter gestiegen. Um das Ziel von 215 Gigawatt (GW) Solarleistung im Jahr 2030 zu erreichen, muss der monatliche Zubau jetzt bei durchschnittlich 1.660 MW liegen. Ende Juni waren in Deutschland insgesamt 6.127.330 Photovoltaikanlagen mit einer kumulierten Leistung von 125 GW am Netz.
Betrachtet man die Zahlen im Detail, so lässt sich der im Vergleich zum Vormonat gesunkene Zubau auf die Abnahme im Freiflächensegment von 725 MW im Mai auf 573 MW im Juni zurückführen. Bei Gebäudesolaranlagen gab es ebenfalls einen Rückgang von 520 MW im Mai auf 494 MW im Juni. Steckerfertige Solaranlagen kamen im Juni auf 52 MW (Mai: 67 MW). Sonstige PV-Anlagen, wie etwa Anlagen an Lärmschutzwänden oder über großen Parkplätzen, spielten im Juni erneut keine Rolle.
Die BNetzA geht für das erste Halbjahr von einem PV-Zubau von 7,6 GW aus (inkl. 15 Prozent Nachmeldungen für Juni) und liegt damit etwas unter der gestern veröffentlichten Schätzung der Bundesverbandes Solarwirtschaft von 8,3 GW.
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