Die Bundesnetzagentur (BNetzA) geht für den Monat Dezember von 1.312 Megawatt (MW) neu installierter Solarleistung aus. Diese Zahl setzt sich aus den bis zum 13. Januar registrierten Anlagen mit einer Gesamtleistung von 1.193,1 MW und einem Aufschlag von zehn Prozent zur Berücksichtigung von Nachmeldungen zusammen. Die BNetzA gibt die Zahl der Stilllegungen von PV-Anlagen mit einer Leistung von 8,7 MW an. Damit liegt der Zubau sowohl unter dem Ergebnis des Vormonats mit 1.816 MW als auch unter dem Wert von Dezember 2024 mit 2.004 MW.
Im Jahr 2025 wurden demnach 16,5 GW Photovoltaikanlagen installiert. Dies entspricht dem Wert, den die BNetzA vor gut einer Woche veröffentlicht hatte, und liegt deutlich unter der Hochrechnung des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) von 17,5 Gigawatt. Der Unterschied begründet sich darin, dass der BSW-Solar nicht nur für den Monat Dezember 2025, sondern für das gesamte Jahr 2025 noch Nachmeldungen erwartet, die erst im Jahresverlauf 2026 sichtbar werden, und diese in seiner Abschätzung berücksichtigt. Die BNetzA berücksichtigt jeweils lediglich zehn Prozent Nachmeldungen für den Berichtsmonat. Ein Blick auf die Zubauzahlen für das Jahr 2024, wie sie die BNetzA Mitte Januar 2025 veröffentlicht hat, zeigt, dass der BSW-Solar mit seiner Methode näher an der Realität liegen dürfte. Damals veröffentlichte die BNetzA einen Zubau von 1.443 MW für den Monat Dezember 2024 (noch ohne den 10-prozentigen Aufschlag) sowie einen Gesamtzubau für das Jahr 2024 von 16,2 GW. Inzwischen ist die Leistung der für das Jahr 2025 gemeldeten PV-Anlagen auf rund 17,5 Gigawatt angestiegen.
Der von der BNetzA mit den Zahlen für Dezember 2025 veröffentlichte Zielwert für den monatlichen Zubau ist im Wesentlichen gleich geblieben. Um das Ziel von 215 Gigawatt (GW) Solarleistung im Jahr 2030 zu erreichen, muss der monatliche Zubau jetzt bei durchschnittlich 1.633 MW liegen. Ende Dezember waren in Deutschland insgesamt 5.712.207 Photovoltaikanlagen mit einer kumulierten Leistung von 117 GW am Netz.
Betrachtet man die Zahlen im Detail, so lässt sich der im Vergleich zum Vormonat gesunkene Zubau auf einen Rückgang bei Freiflächenanlagen zurückführen. Mit 700 MW fiel dieser im Dezember deutlich geringer aus als im November mit 1.292 MW. Der Zubau bei Gebäudesolaranlagen stagnierte mit 480 MW auf niedrigem Niveau (Vormonat: 504 MW).
Mit einer Leistung von 21 MW tragen Balkonkraftwerke weiterhin nur wenig zum Zubau bei (im Vormonat waren es 27 MW). Das Interesse an Balkonkraftwerken ist somit weiterhin rückläufig. Der Rückgang in diesem Segment ist allerdings auch saisonbedingt.
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