BNE kritisiert »Feldlerchen-Erlass« in Brandenburg als zu restriktiv

BNE Feldlerchen
© EnBW / Jan Wagner / Wagner u. Simon Ingenieure GmbH

Der Bundesverband Neue Energiewirtschaft e.V. (BNE) sieht in dem »Feldlerchen-Erlass« das Ministerium für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz (MLEUV) des Landes Brandenburg eine Gefahr für die gesamte Energiestrategie des Bundeslandes. Der am 30. September dieses Jahres veröffentlichte Entwurf des »Erlasses zur Berücksichtigung der Feldlerche bei der artenschutzrechtlichen Prüfung zur Planung und Errichtung von Freiflächen-Photovoltaikanlagen« sei widersprüchlich und fachlich unausgewogen.

Die Kriterien zur Vermeidung von Revierverlusten innerhalb der PV-Freiflächenanlagen seien praxisfern und für eine Umsetzung irrelevant. So führe der geforderte Reihenabstand von fünf Metern zu einer Leistungsminderung von mindestens 40 Prozent oder einem Megawatt je 2,5 Hektar Fläche. Dadurch werde der interne Ausgleich wirtschaftlich unrentabel, kritisiert der BNE. Damit zwinge der Erlass die Vorhabenträger de facto dazu, auf externe Maßnahmen auszuweichen. Dies führe zu einem erheblichen Flächenbedarf für externe Maßnahmen zu Lasten landwirtschaftlicher Flächen in Brandenburg. Auch die Maximalhöhe der hinteren Moduloberkante von drei Metern sei praxisfern, da moderne Solarparks technisch für eine größere Höhe konzipiert sind.

Der BNE stellt die Frage: »Ist die Feldlerche so häufig, dass sie nicht planungsrelevant ist, oder ist sie so selten, dass viele Habitate zur Verfügung stehen?« Schließlich brüte sie auf Äckern, die etwa ein Drittel der Fläche Deutschlands ausmachen. Hinzu komme noch Grünland, das je nach Ausprägung besser geeignet sei als Ackerflächen. Folglich sei bereits die Annahme falsch bzw. nicht artenschutzrechtskonform, dass immer Schutz- oder CEF-Maßnahmen benötigt würden, sobald Feldlerchen kartiert werden. Die Studienlage zeige zudem, dass Feldlerchen Solarparks in Brandenburg nutzen. In einem Solarpark in Brandenburg sei sogar die deutschlandweit höchste Besatzdichte an Feldlerchen nachgewiesen worden.

Der BNE fordert deshalb einen vollständigen Verzicht auf den Erlass oder zumindest eine sehr deutliche Überarbeitung.

© PHOTON

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