Der Bundesverband Neue Energiewirtschaft (BNE) hat einen Forschungsbericht zur landwirtschaftlichen Nutzung klassischer Solarparks vorgestellt. Das von Dina Hamidi (Universität Göttingen) und Christoph Hütt (Universität Köln) geleitete Projekt »Landwirtschaftlicher Wert von Solarparks« kommt zu dem Ergebnis, dass neben Agri-PV-Anlagen auch »normale« Solarparks das Potenzial zur Doppelnutzung haben. Die Futterqualität und -verfügbarkeit sei demnach ausreichend für eine Weidenutzung mit Schafen und Rindern. Daher sollte auch anerkannt werden, dass es sich um eine landwirtschaftliche Nutzungsform der Fläche handelt. Da gleichzeitig der ökologische Wert durch eine höhere Artenvielfalt auf der Fläche steigt, sollte dieser Wert auch dem flächenbereitstellenden Sektor, also der Landwirtschaft, zugerechnet werden.
Eine landwirtschaftliche Einordnung vereinfacht aus Sicht der Autoren nicht nur die rechtliche Behandlung der Flächen aus Sicht der Landwirtschaft. Es stärkt auch die Akzeptanz im Agrarsektor. Die präzisere rechtliche Einordnung könnte zudem ermöglichen, dass auch auf Flächen klassischer Solarparks eine landwirtschaftliche Nutzung mit ökologischen Mehrwerten wie erhöhter Artenvielfalt rechtssicher kombiniert werden könne.
Konkret wurden fünf verschiedenen PV-Freiflächenanlagen untersucht: Solarpark Lottorf (Schleswig-Holstein), Solarpark Klein-Rheide (Schleswig-Holstein), Solarpark Gottesgabe (Brandenburg), Solarpark Lauterbach (Hessen) und der Versuchssolarpark Dwergte (Niedersachsen).
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