Im Rahmen der Berliner Energietage hat das Bundeswirtschaftsministerium (BMWE) den Förderaufruf »1. Innovationswettbewerb Energiequartiere« vorgestellt. Ziel ist es, Quartiersprojekte zu identifizieren, die praxistaugliche und übertragbare Lösungen entwickeln und umsetzen. Gesucht werden räumlich zusammenhängende Bestandsquartiere, die als Exzellenzprojekte mit Vorbildcharakter Impulse für den Wandel des Gebäudebestands hin zu mehr Effizienz, Resilienz und Klimaverträglichkeit geben sollen.
Der Förderaufruf richtet sich insbesondere an Zusammenschlüsse aus den Bereichen Immobilienwirtschaft, Energieversorgung und Energiedienstleistungen sowie an Hochschulen, Forschungseinrichtungen und in Quartieren tätige Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft. Start-ups sowie kleine und mittlere Unternehmen werden ausdrücklich zur Antragstellung ermutigt. Zivilgesellschaftliche Akteure, zum Beispiel Mieterinitiativen, können sich als assoziierte Partner beteiligen.
Der Innovationswettbewerb Energiequartiere ist in drei Phasen aufgeteilt: »DESIGN« (Entwicklung integrierter Quartierskonzepte), »BUILD« (Umsetzung der Maßnahmen im Quartier) und »OPERATE« (Betrieb, Monitoring und Evaluation). Diese bauen aufeinander auf, wobei nur die besten Ansätze aus der vorherigen Phase umgesetzt werden.
Die Förderung erfolgt gestaffelt nach Projektphasen. In der DESIGN-Phase werden Verbundvorhaben mit bis zu einer Million Euro über eine Laufzeit von bis zu zwei Jahren unterstützt. In der anschließenden BUILD-Phase beträgt die Förderung bis zu fünf Millionen Euro bei einer Laufzeit von bis zu fünf Jahren. Für die OPERATE-Phase stehen bis zu 500.000 Euro über einen Zeitraum von bis zu drei Jahren zur Verfügung. Die Förderung erfolgt vorbehaltlich der Verfügbarkeit entsprechender Haushaltsmittel des Bundes.
Am 24. Juni findet eine Informationsveranstaltung zum Innovationswettbewerb Energiequartiere statt. Interessierte können sich bis zum 2. Oktober 2026 bewerben.
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