Das Bundesverkehrsministerium (BMV) unterstützt mit einem milliardenschweren Förderprogramm den Aufbau von Ladeinfrastruktur für batterieelektrische schwere Nutzfahrzeuge. Wie das BMV mitteilt, richtet sich das Programm sowohl an Unternehmen, die Ladeinfrastruktur in ihrem eigenen Depot errichten, als auch an Betreiber öffentlich zugänglicher Ladepunkte. Neben der Ladeinfrastruktur selbst sind auch der erforderliche Netzanschluss, Batteriespeicher und Ladelastmanagementsysteme förderfähig. Über einen Zeitraum von vier Jahren stehen hierfür insgesamt eine Milliarde Euro bereit.
Zum Start der Förderung werden 200 Millionen Euro für die folgenden Förderaufrufe bereitgestellt.
- Förderaufruf nicht-öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur für kleine und mittlere Unternehmen: Anträge können ab dem 5. Juni 2026 gestellt werden. Die Bewilligung der pauschalen Förderung erfolgt in der Reihenfolge der Antragseingänge.
- Förderaufruf nicht-öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur für alle Unternehmen: Anträge können vom 26. Mai bis zum 7. Juli 2026 eingereicht werden. Die Bewilligung erfolgt im Anschluss und nach Abschluss des wettbewerblichen Auswahlverfahrens.
- Förderaufruf öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur: Anträge können vom 26. Mai bis zum 7. Juli 2026 eingereicht werden. Die Bewilligung erfolgt im Anschluss und nach Abschluss des wettbewerblichen Auswahlverfahrens.
Bei den wettbewerblichen Auswahlverfahren wird das zentrale Priorisierungskriterium der Fördereuro je aufgebaute Ladeleistung sein.
Über das Jahr 2026 hinaus wird es während der vierjährigen Laufzeit der Förderrichtlinie weitere, an die jeweilige Marktsituation angepasste Förderaufrufe geben.
Interessierte haben die Möglichkeit, sich in einer kostenfreien Online-Veranstaltung am Dienstag, dem 19. Mai 2026 um 9:30 Uhr, über die Förderung zu informieren und Fragen zu stellen. Die Online-Veranstaltung wird von der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur organisiert und gemeinsam mit dem Projektträger Jülich umgesetzt.
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