Nachdem Spaniens Vizepräsidentin und Ministerin für ökologischen Wandel und demografische Herausforderungen, Sara Aagesen, in ihrem Bericht zum Blackout auf der iberischen Halbinsel am 28. April 2025 eine zu hohe Spannung im Übertragungsnetz sowie Fehlplanungen des Übertragungsnetzbetreibers Red Eléctrica de España (REE) als Ursache ausgemacht hatte, geht REE jetzt mit einer eigenen Darstellung noch detaillierter auf die Hintergründe ein.
Demnach kam es bei einem großen Solarkraftwerk in der Provinz Badajoz zu einer untypischen Oszillation von 0,6 Hertz, die zu Spannungsschwankungen im Netz führte. Zu diesem Zeitpunkt habe die Anlage eine Leistung von rund 250 MW eingespeist. Die Schwingung sei vermutlich auf eine interne Fehlfunktion der Solaranlage zurückzuführen, heißt es in dem Report. Der Vorfall war der Auslöser für eine Reihe von Notfallmaßnahmen, die den Stromfluss veränderten und die Stabilität des Systems beeinträchtigten. Als die Frequenz unter 49,5 Hertz sank, schalteten sich große Verbraucher ab und ein konventionelles Kraftwerk ging außerplanmäßig vom Netz. Bei einer Frequenz unter 48 Hertz schalteten sich die spanischen Atomkraftwerke ab und die Gleichstromleitung nach Frankreich wurde gekappt. Zu diesem Zeitpunkt war der großflächige Blackout nicht mehr aufzuhalten.
© PHOTON


