Die Zahl der Beschäftigten in der Branche der erneuerbaren Energien ist im Jahr 2025 auf den Rekordwert von 436.000 gestiegen. Dies geht aus der Studie »Beschäftigung in den erneuerbaren Energien: Entwicklung und politische Reformen« der Bertelsmann Stiftung hervor.
Im Vergleich zum bisher besten Jahr 2023 ist das ein Plus von knapp vier Prozent.
Der Blick auf die Entwicklung seit 2000 zeigt jedoch, wie stark politische Entscheidungen durchschlagen: Die Kürzung von Fördermitteln bei Photovoltaik ab 2011 und die Deckelung sowie neue Ausschreibungsverfahren bei Windkraft ab 2017 führten zu Einbrüchen bei der Beschäftigung. Ein ähnlicher Effekt könnte sich durch den sich abzeichnenden energiepolitischen Kurswechsel der Bundesregierung ergeben, wodurch Tausende von Jobs gefährdet wären, so die Autoren.
Ein Blick auf die vergangenen 25 Jahre zeigt, wie eng Investitionen in erneuerbare Energien und Beschäftigtenzahlen zusammenhängen. Als die Investitionen 2010/2011 auf ein Hoch von fast 28 Milliarden Euro jährlich stiegen, erreichte die Beschäftigung einen ersten Höchststand von 415.000 Personen. Mit den danach einbrechenden Investitionen ging auch die Zahl der Beschäftigten wieder zurück. Im vergangenen Jahr erreichten die Investitionen mit 37,5 Milliarden Euro einen neuen Rekordstand, während zugleich die Zahl der Beschäftigten auf 436.000 anwuchs.
»Die Beschäftigung wächst dort, wo durch Planungssicherheit private Investitionen in den Ausbau der erneuerbaren Energien fließen«, erklärt Jana Fingerhut, Arbeitsmarktexpertin der Bertelsmann Stiftung. Um Beschäftigung zu sichern, reiche aber der Ausbau allein nicht aus. Dafür brauche es auch inländische Produktion und Herstellung, wie das Beispiel Photovoltaik zeige. »Obwohl immer mehr Photovoltaik-Anlagen installiert werden, sinkt die Zahl der Beschäftigten aktuell. Denn die Solar-Module werden im Ausland produziert. Die vor 15 Jahren noch so starke Fertigung in Deutschland ist verschwunden. Diesen Fehler dürfen wir bei der Produktion von Windkraftanlagen, Wärmepumpen und Wechselrichtern nicht wiederholen.«
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