Der Bundesverband des Solarhandwerks (BDSH) geht von einem Preisanstieg bei schlüsselfertigen Photovoltaikanlagen von mindestens zehn Prozent aus. Als Ursache nennt der Verband den Wegfall des Exportsteuerrabatts von neun Prozent auf chinesische Solarmodule seit dem 1. April sowie steigende Frachtkosten. »Die Lieferwege werden länger, weil das Krisengebiet im Nahen Osten umfahren werden muss – das kostet Sprit. Frachtkosten und Dieselpreise steigen, Lieferzeiten verlängern sich. Das wirkt sich auf das gesamte Angebot aus. Die Montage, Logistik und Materialbeschaffung werden alle teurer«, sagt Peter Knuth, Vorsitzender des BDSH.
Aus Sicht des Solarhandwerks sind die Preissteigerungen jedoch kein negatives Signal für den Markt. »Damit sollte das ruinöse Wettbieten, das den Markt seit dem Solarboom 2022 geprägt und vielen Fachbetrieben geschadet hat, langsam aufhören«, so Knuth.
Aktuell sind die Lagerbestände nach Angaben des BDSH vielerorts noch hoch, sodass Installationsbetriebe einen gewissen Spielraum bei der Preisgestaltung haben. Die ersten Hersteller würden jedoch bereits neue Preislisten vorlegen. »Wir gehen davon aus, dass spätestens Anfang Mai die Preisanpassungen flächendeckend spürbar sind. Wer von den heutigen Konditionen profitieren will, sollte nicht bis Ende April warten«, sagt Knuth.
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